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Kreislaufunterstützungspumpen werden immer wichtiger

12.10.2010
Rotationspumpe auf Dauer – Hoffnung für viele Herzkranke
Neue Wege zur immer besseren Herzunterstützung
Internationale ISRBP-Tagung – Prof. Hetzer ist Kongresspräsident

An der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) versterben jährlich rund 300.000 Menschen. Kreislaufunterstützungssysteme und Totale Kunstherzen übernehmen in steigender Zahl die Arbeit der versagenden Herzkammer(n) bei Patienten mit Herzinsuffizienz im Endstadium.

Die Kunstherzforschung hat bereits seit den 70iger Jahren in Berlin Tradition. Am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) wurde in den 80iger Jahren das größte Kunstherzprogramm der Welt für Kinder und Erwachsene aufgebaut (über 1600 Patienten, davon 130 Kinder, 25 verschiedene Systeme und System-Kombinationen).

Nachdem anfangs überwiegend pulsatile Systeme beim Patienten implantiert wurden, gelang es Dr. Michael DeBakey (Houston) gemeinsam mit der NASA das erste Rotationssystem (DeBakey-Ventricular Assist Device VAD) zu entwickeln, das 1998 im DHZB von Prof. Hetzer weltweit erstmals implantiert wurde. Mittlerweile entstand eine Vielzahl dieser kleinen, leichten, geräuschlosen und wenig Energie verbrauchenden Rotationspumpen, die einen kontinuierlichen Blutfluss im Patienten erzeugen. Ihre Entwicklung wurde von vielen Studien begleitet. Rotationspumpen haben die alte Generation pulsatiler Systeme fast verdrängt.

Rund 300 Experten aus Europa, USA und Asien treffen sich vom 14. bis 16. Oktober zum Erfahrungsaustausch auf dem 18. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Rotationspumpen (ISRBP, Tagungspräsident ist Prof. Dr. Roland Hetzer). Im Mittelpunkt stehen Fragen zur technischen Weiterentwicklung der Rotationspumpen bis hin zum Totalen Künstlichen Herz (TAH), zur Biokompatibilität, zum Dauer- oder Langzeiteinsatz bei Erwachsenen und Kindern, zum Tragekomfort oder zur verbesserten Unterweisung von Patient und Dritten im Umgang mit den Systemen. Wir informieren Sie über Schwerpunkte des Kongresses auf einer

Pressekonferenz
Freitag, 15. Oktober 2010, 10.00 Uhr
NH Hotel, Leipziger Straße 106 – 111; 10117 Berlin
Die Referenten sind: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Tagungspräsident, Ärztl. Direktor DHZB
Dr. James W. Long, INTEGRIS Advanced Cardiac Care, Oklahoma City, Präsident der ISRBP
Prof. Dr. Ing. Ulrich Steinseifer, AME-Dept. Of Applied Medical Engineering, Helmholtz-Institut Aachen
Dr. Yoshiyuki Taenaka, Dept. of Organ Transplantation National Cardio Vascular Center, Osaka
Dr. Matthias Loebe, The Michael DeBakey Dept. of Surgery Clinic, Baylor College of Medicine, Houston
Patienten mit unterschiedlichen Rotationspumpen-Systemen
Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.
Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB
Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

Dr. Barbara Nickolaus | idw
Weitere Informationen:
http://www.dhzb.de

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