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Krebstherapie 2015: Wissenstransfer und Patientensicherheit

08.07.2015

Am 9. Oktober beginnt in Basel die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Bis zum 13. Oktober werden sich Expertinnen und Experten über aktuelle Forschungsergebnisse und Herausforderungen bei der Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen austauschen. Diskutiert werden neue präventive, kurative und palliative Therapiekonzepte.

Die Jahrestagung der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie ist ein Forum zur Kommunikation, Wissenserweiterung und Präsentation der neuesten Ergebnisse aus der Erforschung und Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen.

Übergeordnete Themen der Jahrestagung unter der Leitung des Kongresspräsidenten Dr. Martin Wernli, Kantonsspital Aarau, sind der Wissenstransfer und die Patientensicherheit. Medizinische Onkologie und Hämatologie gehören zu den forschungsintensivsten Fächern der Medizin. Einerseits faszinierend, führt diese Entwicklung aber gleichsam zu einer großen Herausforderung für alle im klinischen Alltag Tätigen.

Dabei profitieren die Patientinnen und Patienten nur bei einem vollständigen, zeitgerechten und korrekten Wissenstransfer optimal von den gewaltigen diagnostischen und therapeutischen Fortschritten. In diesem Zusammenhang, so Dr. Martin Wernli, müssten sich alle Akteure unter anderem mit der Frage auseinandersetzen, in welcher Quantität und Qualität neues Wissen hinsichtlich seines Nutzens auf der Versorgungsebene effektiv beurteilt und verwendet werden kann.

„Wir müssen den zeitgerechten und sinnvollen Transfer in die klinische Praxis zugunsten unserer Patientinnen und Patienten sicherstellen. In diesem Zusammenhang ist es entscheidend, dass die Sicherheit in der Ausführung der medizinischen Tätigkeit gewährleistet ist.“

Dass ein entsprechender Transfer von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung nur dann möglich ist, wenn das Gesundheitspersonal in den benötigten Professionen und in genügender Anzahl zur Verfügung steht, macht Prof. Mathias Freund, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO, deutlich. „Wir müssen darüber diskutieren, ob die heutigen klassischen Berufsbilder den aktuellen und zukünftigen Aufgaben noch gerecht werden und uns fragen, ob die derzeitigen Ausbildungscurricula noch adäquat sind.“

Dass sich der Studententag als ein zentrales Angebot der Jahrestagungen der deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie und wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs etabliert hat, verdeutlicht Prof. Diana Lüftner, Vorsitzende der DGHO. Dabei können sich im Rahmen des Studententages am Samstag, den 10. Oktober nicht nur Studierende der Humanmedizin sondern auch der wissenschaftliche Nachwuchs verwandter Fächer über die Perspektiven der jeweiligen Fachgebiete informieren.

„Wir möchten unseren jungen Kolleginnen und Kollegen die zentrale Rolle von Wissenschaft und Forschung in der Hämatologie und Onkologie nahebringen. Gerade in unserem Fachgebiet erleben wir eine rasante Zunahme des medizinischen Wissens. Damit ist die Hämatologie und Onkologie für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein extrem attraktives und spannendes Arbeitsfeld“, so Lüftner.

Ausführliche Informationen finden Sie unter: www.haematologie-onkologie-2015.com

Über die DGHO
Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. besteht seit mehr als 75 Jahren und hat heute mehr als 3.000 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit ihrem Engagement in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, mit der Erstellung der Onkopedia-Leitlinien, mit der Wissensdatenbank, mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren sowie mit ihrem gesundheitspolitischen Engagement fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten im Fachgebiet.

Über die OeGHO
Die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie hat sich zum Ziel gesetzt, die Betreuung von Patientinnen und Patienten österreichweit an den höchsten Standard heranzuführen. Die OeGHO zählt als Fachgesellschaft aktuell ca. 500 Mitglieder, von denen ein Großteil Fachärzte oder Fachärztinnen für Innere Medizin mit Additivfach Hämatologie und Internistischer Onkologie sind. Neben der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften, der Festlegung von Standards für die Facharztausbildung und Ausbildungsstätten und der Erarbeitung von Leitlinien will die OeGHO die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen an der Krebstherapie Beteiligten und die Forschung auf dem Gebiet der Hämatologie und Onkologie aktiv fördern.

Über die SGMO
Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie ist die Vereinigung von Ärzten, die auf die Erforschung, Diagnose und Behandlung bösartiger solider Tumoren und Blutkrankheiten spezialisiert sind. Mit der Aufwertung der internistischen Subspezialitäten zu eigenen Fachgesellschaften wurde der Subspezialitätentitel Hämatologie / Onkologie in den Facharzttitel „Medizinische Onkologie“ umgewandelt. Seit der Gründung der SGMO im Jahre 1999 hat ihre Mitgliederzahl stetig zugenommen und erreicht heute über 200 ordentliche und außerordentliche Mitglieder. Neben den Fachärzten für Onkologie sind als außerordentliche Mitglieder Hämatologen und Forscher vertreten.

Über die SGH+SSH
Die Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie ist eine Partnergesellschaft der Schweizerischen Gesellschaft für Innere Medizin. Sie hat folgende Zielsetzung: Die Förderung der Hämatologie in der Schweiz sowie die Förderung, Sicherstellung und Überwachung der Aus-, Weiter- und Fortbildung in Hämatologie, die Wahrung der beruflichen Interessen der Hämatologen in der Schweiz und die Förderung der Kollegialität unter den Mitgliedern.

Weitere Informationen:

http://www.haematologie-onkologie-2015.com - Kongress-Website
http://www.dgho.de - Website der DGHO

Ulrike Feldhusen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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