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Krebsspezialisten-Tagung in Chicago

08.06.2011
Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology

Die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) ist einer der größten internationalen Krebskongresse. Vom 3. bis 7. Juni 2011 trafen sich rund 30.000 Experten aus aller Welt in Chicago, um über die neuesten Forschungsergebnisse zu diskutieren.

Auch viele von der Deutschen Krebshilfe geförderte Wissenschaftler nahmen an der ASCO-Tagung teil. Galt Krebs früher oft als sicheres Todesurteil, so haben die medizinischen Fortschritte mittlerweile dazu geführt, dass jeder zweite Tumorpatient geheilt werden kann. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Deutsche Krebshilfe: Jährlich investiert die gemeinnützige Organisation etwa 30 Millionen Euro in onkologische Forschungsprojekte.

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Derzeit erhalten nach Angaben der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) jedes Jahr mehr als zwölf Millionen Menschen weltweit diese Diagnose – mit steigender Tendenz: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden im Jahr 2030 jährlich weltweit rund 26 Millionen Menschen neu an Krebs erkranken und 17 Millionen Menschen daran sterben. Der Grund dafür: die steigende Lebenserwartung. Denn Krebs ist eine Krankheit, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt.

Das auf der Jahrestagung der ASCO vermittelte Wissen kommt auch den Patienten in Deutschland zu Gute. Mehr als 4.000 vorgestellte wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass Fortschritte in der Krebsforschung mit vielen kleinen Schritten erkämpft werden. Der enorme Forschungsaufwand trägt Früchte: Heute verstehen die Wissenschaftler die Krebsentstehung sehr viel besser und können maßgeschneiderte Therapieverfahren entwickeln. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat die Deutsche Krebshilfe, die sich seit 1974 für die Belange krebskranker Menschen einsetzt.

Dennoch sind noch längst nicht alle Wissenslücken geschlossen. Die onkologische Forschung steht auch weiterhin vor großen Herausforderungen: Die Forscher wollen die biologischen Besonderheiten vor allem jener Krebserkrankungen noch besser verstehen, bei denen nach wie vor nur geringe Heilungschancen bestehen. Auch der schnelle Transfer von Erkenntnissen aus der biomedizinischen Grundlagenforschung in den klinischen Alltag ist von erheblicher Bedeutung im Kampf gegen Krebs.

„Die von der Deutschen Krebshilfe geförderten Wissenschaftler genießen auch auf internationaler Ebene höchste Anerkennung. Das hohe Niveau der Krebsforschung in Deutschland weiter zu steigern, um den Betroffenen die bestmöglichen Therapien zu Gute kommen zu lassen, ist eines der Kernanliegen unserer Organisation“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

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Hintergrund-Information: Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe e.V. setzt sich seit über 36 Jahren für die Belange von Krebs-Patienten ein. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 450.000 Menschen, davon 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, neu an Krebs. Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe e.V. finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Sie erhält keine öffentlichen Mittel. Spendenkonto: 82 82 82 bei der Kreissparkasse Köln (BLZ 370 502 99).

Dr. med. Eva M. Kalbheim | Deutsche Krebshilfe e. V.
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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