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Kranke Seen – Was tun?

15.03.2013
Sobald die Seen im Sommer zum Baden und Tauchen einladen, gibt es auch immer wieder Warnungen vor übermäßiger Ausbreitung von Cyanobakterien (Blaualgen).
Was die Ursachen dafür sind und wie unsere Seen effektiv geschützt werden können, darüber beraten Experten auf einer Fachtagung am Arendsee.

Ab Montag (18.03.2013) kommen am Arendsee für 4 Tage fast 100 Fachleute aus ganz Deutschland und einigen benachbarten Ländern zusammen, um über Erfahrungen und neue Herausforderungen in der Seentherapie zu diskutieren. Dabei werden Fachleute aus Behörden, Ingenieurbüros und der Wissenschaft ihre unterschiedlichen Erfahrungen einbringen.

Schwimmen, Boot fahren, angeln – der Arendsee ist ein wunderschönes Naherholungsgebiet. Wie solche Seen auch in Zeiten des Klimawandels effektiv geschützt werden können, darüber tauschen sich Experten auf der Fachtagung aus.

Foto: Silvia Jordan

„Es geht um Themen, die auch den Arendseern immer wieder am Herzen liegen“, betont Dr. Jörg Lewandowski vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).

Themen sind zum Beispiel: Woher stammen die Nährstoffe und wie gelangen sie in Seen und Talsperren? Was sollte bei der Vorbereitung von Maßnahmen zur Seenrestaurierung unbedingt beachtet werden? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die bereits vorbelasteten Gewässer? Welche technischen Verfahren werden in der Seenrestaurierung eingesetzt und was ist dabei zu beachten?

11 Jahre nach dem letzten großen Workshop zur Seentherapie in Deutschland, damals in Blossin südlich von Berlin, versprechen sich die Initiatoren viel aus dem Zusammenführen der Expertise der Beteiligten. „In den 11 Jahren seit dem letzten Workshop ist viel passiert. Es gab eine Vielzahl erfolgreicher Maßnahmen, aber wir haben auch viel darüber gelernt, warum es in der Vergangenheit immer wieder zu Fehlschlägen gekommen ist“, stellt Dr. Michael Hupfer vom IGB fest. Mit dem Workshop sollen die Erkenntnisse zusammengetragen werden, damit sie bei der Durchführung zukünftiger Maßnahmen berücksichtigt werden können. Daher wurde schon bei der Planung des Workshops großer Wert darauf gelegt, ausgewiesene Experten für einzelne Teilaspekte des Workshops zu gewinnen.

Das Zusammentreffen der Fachleute soll auch der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit bieten, sich über Seentherapie zu informieren und Fragestellungen zu diskutieren, die den Arendsee betreffen. Die „Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee“ und die Organisatoren der Tagung laden daher am Dienstag, den 19.03.2013, um 19.00 Uhr zu der öffentlichen Abendveranstaltung „Kranke Seen - was tun?“ in das Integrationsdorf Arendsee ein.

Dr. Jürgen Mathes vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wird in seinem einführenden Vortrag einen Überblick über Restaurierungsverfahren geben und Maßnahmen vorstellen, die im seenreichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zum Ziel geführt haben. Im Podium beantworten Fachleute, die in unterschiedlicher Weise mit der Thematik befasst sind, die Fragen des Moderators Thomas Prinzler (rbb) und der Besucher.

Gesine Wiemer | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.igb-berlin.de/veranstaltungen_details/events/workshop-seen-therapie.html

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