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Kraftakt: Energiemix der Zukunft - Perspektiven nachhaltiger Energieversorgung

09.01.2009
Die TSB Technologiestiftung Berlin lädt in Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum Energie (IZE) der Technischen Universität Berlin ab dem 13. Januar 2009 zur Veranstaltungsreihe "Kraftakt" in die Urania Berlin ein. Auf insgesamt vier Veranstaltungen diskutieren Experten die Perspektiven nachhaltiger Energieversorgung.

Sonne oder Wind, Kohle, Stroh oder Erde: Wie wird die Energie in den nächsten Jahrzehnten erzeugt? Die Reserven an fossilen Brennstoffen sind begrenzt - Erdgas, Erdöl und Kohle werden nach Ansicht vieler Experten in 100 Jahren nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Die Energieversorgung ist im Umbruch.

Klimaschutz und die Endlichkeit der fossilen Energieträger zwingen zu neuen Versorgungskonzepten. Die Atomkraft ist umstritten, die Kernfusion noch nicht anwendbar, Kohle und Öl klimaschädlich, es bleiben die regenerativen Energiequellen. Wie werden wir in der Zukunft Energie gewinnen? Welche neuen Ansätze werden in Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert? Darüber geben die Experten in der Veranstaltungsreihe in der Urania Berlin Auskunft.

1. Sonnenkraft, 13.01.2009, 19.30 Uhr
Versorgung Europas durch solaren Strom aus der Wüste?
Die Sonne, das gigantische Fusionskraftwerk unseres Planetensystems, sendet in einer Stunde mehr Energie zur Erde, als alle Volkswirtschaften der Welt zusammen verbrauchen können. In Europa, Mittelasien und Nordafrika bestehen große Potenziale zur Nutzung der Sonnenenergie. Zum Beispiel können in der Sahara solarthermische Kraftwerke durch konzentrierende Solarkollektoren betrieben werden. Der Strom würde dann über die so genannte Hochspannungsgleichstromübertragung nach Europa geleitet werden. Aber: Kann Europa in so einem Länderverbund komplett über erneuerbaren Strom versorgt werden?
Vortrag:
Prof. Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Technische Thermodynamik, Stuttgart
Diskussion:
Prof. Dr. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning
Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachbereich Regenerative Energiesysteme
Dr.-Ing. Andreas Luxa
Siemens AG Erlangen
Moderation:
Prof. Dr. Frank Behrendt
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien
2. Kraftwerk, 26.01.2009, 19.30 Uhr
Virtuelle Kraftwerke und dezentrale Energieerzeugung - Lösungen für Deutschlands Energieversorgung?

Photovoltaik- und Biogasanlagen, Windräder und Blockheizkraftwerke - immer größer wird der Anteil der dezentralen Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien. Und damit sind die Stromnetze vor neue Herausforderungen gestellt. Um diesen zu begegnen, müssen komplett neue Ansätze gedacht werden. Virtuelle Kraftwerke als Verbund dezentraler, aber auch zentraler Energieerzeuger ermöglichen es, die Vorteile der einzelnen Systeme zu kombinieren. In Deutschland laufen bereits einige Demonstrationsprojekte, z. B. das virtuelle Kraftwerk der Stadtwerke Unna.

Vortrag:
Wolfgang Bogenrieder
Vattenfall Europe Transmission AG & Co. KG
Diskussion:
Wolfgang Bogenrieder
Vattenfall Europe Transmission AG & Co. KG
Prof. Dr.-Ing. Kai Strunz
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration Erneuerbarer Energien
Engelbert Giesen
BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin
Moderation:
Ines Braune, Technische Universität Berlin
Innovationszentrum Energie (IZE)
3. Kraftraum , 09.02.2009, 19.30 Uhr
Energieeffizientes Bauen - Potenziale und Hemmnisse
In Deutschland wird etwa 40 Prozent der Energie in Gebäuden umgesetzt. Hier liegt ein großes Einsparpotenzial: Mit heute verfügbaren Technologien kann der Energieverbrauch in Gebäuden bis zu 85 Prozent reduziert werden. Weniger optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass in deutschen Wohn- und Lebensräumen 40 Prozent des Energieverbrauchs unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit eingespart werden können. Diese Einsparung entspräche 700 TWh und somit etwa 150 Mio. Tonnen Kohlendioxid. Die weltweit steigenden Energiekosten erhöhen dieses Potenzial. Für das Klima und die Umwelt, aber auch für den privaten Geldbeutel wäre es daher absolut notwendig, weniger Energie zu nutzen - eine gewaltige Kraftanstrengung. Wie kann dieses Potenzial umgesetzt werden? Und welche Hemmnisse müssen noch überwunden werden?
Vortrag:
Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktionen
Diskussion:
Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt
Technische Universität Berlin
Ingrid Vogler
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.
Wolfgang Sturm
BLS Energieplan GmbH
Moderation:
Boris Safner
TSB Innovationsagentur Berlin GmbH
4. Treffpunkt WissensWerte: Kraftwagen, 16.02.2009, 19.30 Uhr
Vision und Realität des E-Mobils
Die Zukunft gehört dem Elektroauto! In London gibt es schon so genannte "Juice Points", wo die wenigen E-Mobilisten ihre Fahrzeuge anstöpseln können. Auch in Berlin laufen umfangreiche Tests großer deutscher Auto- und Energiekonzerne an. Doch das E-Mobil ist nur so gut wie seine Batterie - der bisherige Schwachpunkt! Wie weit ist die Forschung? Welche Möglichkeiten gibt es und welche Grenzen? Und wie lange noch wird Benzin oder Diesel Hauptenergiequelle für unsere Mobilität bleiben? Das diskutieren Experten aus Wissenschaft und Anwendung beim Treffpunkt WissensWerte.

Die Talkrunde wird mitgeschnitten und im Programm von Inforadio (rbb) 93,1 gesendet.

Moderation:
Thomas Prinzler
Wissenschaftsredaktion Inforadio (rbb)
Veranstaltungsort:
Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei.

Annette Kleffel | idw
Weitere Informationen:
http://www.technologiestiftung-berlin.de
http://www.technologiestiftung-berlin.de/download.php/index.php/news/3563.html

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