Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kontakte zwischen Proteinen hemmen

25.03.2011
Das Immunsystem greift fälschlicherweise den eigenen Körper an, Stresshormone treiben den Blutdruck in die Höhe: In beiden Fällen spielen Kontakte zwischen Proteinen eine wichtige Rolle. Solche Kontakte stehen vom 27. bis 29. April im Mittelpunkt eines Expertentreffens an der Universität Würzburg.

Große Kontaktflächen auf ihrer Oberfläche geben oft den Ausschlag dafür, dass Proteine sich gegenseitig erkennen und miteinander in Wechselwirkungen treten können. Für diese Flächen interessiert sich die medizinische Forschung sehr, denn sie sind Zielstrukturen für die Entwicklung von Medikamenten.

Neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet werden auf dem internationalen FOLDAPPI-Workshop „Targeting Large Protein-Protein Interfaces“ an der Universität Würzburg vorgetragen. Der Workshop findet von Mittwoch bis Freitag, 27. bis 29. April, im Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie statt. Alle interessierten Wissenschaftler können sich dafür anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl auf etwa 100 begrenzt.

Anmeldung und weitere Infos auf der Homepage des FOLDAPPI-Workshops:
http://www.foldappi2011.uni-wuerzburg.de/Index.html
FOLDAPPI ist ein von der Europäischen Union finanziertes Projekt, an dem Forscher aus Industrie und akademischen Institutionen beteiligt sind. Von der Universität Würzburg sind Professorin Ulrike Holzgrabe (Pharmazie), Professor Thomas Müller (Botanik) und Professor Walter Sebald (Biochemie) darin vertreten.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Protein Interleukin-4, das bei der Auslösung allergischer Erkrankungen eine Schlüsselrolle spielt. Medikamente, die den Kontakt zwischen Interleukin-4 und seinem Rezeptor – ebenfalls ein Protein – hemmen, könnten möglicherweise vielen Allergikern helfen.

Als potenzielle Hemmstoffe haben die Wissenschaftler die so genannten aromatischen Amid-Foldamere im Blick. Diese großen, in sich gefalteten Moleküle sind sehr stabil und können beträchtliche Flächen auf Proteinen abdecken, so dass keine Wechselwirkungen mit anderen Proteinen mehr stattfinden.

Kontakt

Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie der Universität Würzburg, T (0931) 31-85461, holzgrab@pharmazie.uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Thomas Müller, Abteilung Molekulare Pflanzengenetik am Lehrstuhl für Botanik I -Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik, T (0931) 31-89207, mueller@botanik.uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Walter Sebald, Biozentrum der Universität Würzburg, T (0931) 31-88322, sebald@biozentrum.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Botanik FOLDAPPI-Workshop Interleukin-4 Medikament Protein Wechselwirkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?
28.06.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Willkommen an Bord!
28.06.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive