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Klimawandel, Naturkatastrophen, Finanzmarktkrisen, sozialer Abstieg – die Liste potenzieller Bedrohungen für den Menschen im Einzelnen und die Menschheit im Gesamten ist in den letzten 25 Jahren länger und brisanter geworden.
Der Blick auf zukünftige Entwicklungen ist daher zunehmend von Alarmismus geprägt. Vor diesem Hintergrund haben die Konzepte von Vulnerabilität (Verwundbarkeit) und Resilienz (Widerstandsfähigkeit) an Bedeutung gewonnen: sie erlauben die Analyse von Risiken, deren Wahrnehmung und Strategien zum Umgang mit diesen. Die internationale Konferenz „Constructing Resilience“ am 17. und 18. Januar 2013 in Berlin wirft einen interdisziplinären Blick auf dieses Konzept.
Die Konferenz wird ausgerichtet vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und findet am 17. und 18. Januar in der Landesvertretung Hamburgs in Berlin, Jägerstraße 1-3, statt. „Sozialwissenschaftler haben zuletzt die Konzepte von Vul-nerabilität und Resilienz maßgeblich weiterentwickelt und für einen interdisziplinären Dialog mit Naturwissenschaftlern qualifiziert“, erläutert Konferenz-Organisator Prof. Oliver Ibert (IRS).
Sie rückten in den Mittelpunkt, dass Risiken selten objektiv bestimmbar und eindeutig aus physisch-materiellen Faktoren ableitbar seien. Vielmehr müssten natürliche Gegebenheiten und soziale Faktoren gemeinsam untersucht werden. Dazu kommt, dass Bedrohungen von unterschiedlichen Gesellschaftsmitgliedern in verschiedener Weise wahrgenommen werden können, dass sie also immer ein Produkt „sozialer Konstruktionen“ sind.
Eine solche Perspektive hilft, künftig genauer abzuschätzen, welches Bedrohungspotenzial beispielsweise von Hurrikans wie Katrina oder Sandy ausgeht. Wesentliche Komponenten dieser Risikoforschung sind daher die Untersuchung von Wahrnehmungsunterschieden von Bedrohungen und der Aufbau komplexer systemischer Konstrukte, innerhalb derer Handlungsstrategien realistisch analysiert werden können.
„Constructing Resilience“ widmet sich diesen Fragestellungen in drei Sessions: „Vulnerability and Resilience as Cognitive Constructs: Perceptions“,„Resilience as Dynamic and Systemic Construct: Adaptability“ und „Resilience as Political Construct: Governance“. Folgende international renommierte Wissenschaftler werden dabei neue Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren:
Ash Amin (Cambridge University)
Guruduth Banavar (IBM New York)
David Stark (Columbia University)
Susan Christopherson (Cornell University)
John Coaffee (University of Birmingham)
Bruce Goldstein (University of Colorado)
Die Konferenz wird organisiert von Prof. Dr. Heiderose Kilper, PD Dr. Gabriela Christmann, Prof. Dr. Oliver Ibert (alle IRS) und Prof. Dr. Gernot Grabher (HCU Hamburg) und gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Zeit, Ort und Programm
Die Konferenz „Constructing Resilience“ findet am 17. und 18. Januar 2013 in der Landesvertretung von Hamburg, Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin statt. Die Konferenz beginnt am 17. Januar um 09:00 Uhr und en-det am 18. Januar gegen 17:00 Uhr. Das vollständige Programm, eine Übersicht über alle Referenten ein-schließlich Lebenslauf und Abstracts ihrer Vorträge sowie weiteres Hintergrundmaterial zum Thema finden Sie auf der Konferenzwebsite: www.resilience-berlin.de
Angebot für Journalisten
Medienvertreter sind eingeladen, jederzeit und kostenfrei zu der Konferenz zu erscheinen. Gespräche mit den beteiligten Wissenschaftlern von IRS und HCU sowie eingeladenen Referenten können im Umfeld der Konferenz organisiert werden, soweit dies im konkreten Fall zeitlich möglich ist. Bitte wenden Sie sich an untenstehende Kontaktpersonen, wenn Sie an „Constructing Resilience“ interessiert sind. Für Rückfragen stehen sie gerne zur Verfügung.
Im Anschluss an die Konferenz können Sie Fotomaterial erfragen.
Kontakt
Prof. Dr. Oliver Ibert
Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“
Tel. 03362/793-150
Ibert@irs-net.de
Jan Zwilling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 03362/793-159
zwilling@irs-net.de
Jan Zwilling | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.resilience-berlin.de/
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