Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz zur Zukunft von Lehre und Forschung in Südosteuropa

25.09.2012
Vom 5. bis 7. Oktober 2012 findet in Tirana in Albanien die Regionalkonferenz zum Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) "Akademischer Neuaufbau Südosteuropa" statt. Gemeinsam mit Teilnehmern aus geförderten Projekten, mit anderen wissenschaftlichen Mittlerorganisationen und fachlichen und politischen Institutionen sowie den Geldgebern soll eine Bilanz der vergangenen Jahre gezogen und vor allem neue Perspektiven erarbeitet werden.
Vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig werden Prof. Evamarie Hey-Hawkins und Dr. Alexandra Hildebrand dabei sein und ihr Projekt "International Masters and Postgraduate Programme in Materials Science and Catalysis" (MatCatNet) vorstellen.

Weiterhin werden Vertreter der am Projekt beteiligten Partnerinstitutionen aus Rumänien, Mazedonien und dem Kosovo erwartet. Ziel der Konferenz ist es laut DAAD unter anderem, Best-Practice Beispiele an Kooperations-,

Internationalisierungs- und Förderformaten zu identifizieren, die belegen, was sich in der Wissenschaftslandschaft der Länder des Westbalkans bewegt hat und bewegen lässt.

Vor allem aber soll eine gemeinsame Perspektive entwickelt werden, welche Entwicklungsprozesse in Lehre und Forschung weiter angestoßen werden sollen, und mit welchen Programmen oder Förderformaten deren Umsetzung unterstützt werden kann. "Die Impulsvorträge und die Posterausstellung sind sehr gut geeignet, um die Fachkolleginnen und -kollegen und Vertreter verschiedener Institutionen ins Gespräch zu bringen.

So können wir gemeinsam festzustellen, wie der Stand und die Entwicklung in der Region sind und wie die regionale Kooperation weiter den Auf- und Ausbau der Forschungspotenziale für südosteuropäische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterstützen kann", sagt Prof. Hey-Hawkins.

Erwartet werden ca. 200 Teilnehmer, der größte Teil der Wissenschaftler und Nachwuchskräfte kommt aus den aktuell 19 geförderten Netzwerken. Dazu werden Vertreter aus deutschen, regionalen und internationalen Institutionen sowie Vertreter des Auswärtigen Amtes und aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erwartet. Das MatCatNet-Netzwerk, welches an der Universität Leipzig von Prof. Prof. Hey-Hawkins koordiniert wird, soll durch das Projektteam vorgestellt werden.

Das gemeinsame Projekt wurde 2005 zwischen der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig, dem Institute of Chemistry der Ss. Cyril and Methodius University in Skopje, Mazedonien, und der Faculty of Chemistry and Chemical Engineering der Universität in Cluj-Napoca, Rumänien, etabliert. Bei der Weiterführung des Projektes wurden ab 2008 zusätzlich zu den bislang schon beteiligten Institutionen auch die Faculty of Sciences and Mathematics, Group of Physics-Chemistry der State University of Tetovo, Mazedonien, involviert.

Neben den Partnern an den Universitäten Cluj-Napoca, Skopje und Tetovo sind ab 2011 drei weitere Institutionen aus der Region Südosteuropa durch die Beitritte von Wissenschaftlern der Faculty of Agriculture an der "Goce Delcev" University, Stip, Mazedonien, Faculty of Natural Sciences and Mathematics an der Niš University, Serbien und Faculty of Natural Sciences and Mathematics an der Prishtina University in Kosovo in das Netzwerk integriert.

Der Schwerpunkt des Netzwerks MatCatNet liegt auf einer internationalisierten und strukturell verbesserten Ausbildung von Masterstudierenden und Doktoranden der Partnerinstitutionen in Südosteuropa in den Fachgebieten Materialwissenschaften und Katalyse. Darüber hinaus soll die Qualität der Ausbildung an den beteiligten Universitäten Südosteuropas in den Fachgebieten des Projektes verbessert werden. "Dazu ist es wichtig, die Netzwerkbildung zwischen den beteiligten Universitäten gezielt auszubauen und so Möglichkeiten für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch zu schaffen", erläutert Prof.
Evamarie Hey-Hawkins.

Im Anschluss an die Regionalkonferenz in Tirana werden das erste wissenschaftliche Modul (für Masterstudierende und Doktoranden, Thema "Sensoren") von insgesamt fünf geplanten Modulen und der jährliche Workshop im Rahmen des MatCatNet-Projektes in Skopje, Mazedonien, organisiert (8. bis 12. Oktober 2012). Diese Module und Workshops dienen nicht nur der gemeinsamen Ausbildung von Masterstudierenden und DoktorandInnen, sondern auch zum Austausch von Dozentinnen und Dozenten und insbesondere zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Institutionen.
Der Workshop beinhaltet Vorträge und Posterpräsentationen von Masterstudierenden und DoktorandInnen, die ihre bisherigen oder geplanten wissenschaftlichen Arbeiten vorstellt. So wird den Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gegeben werden, durch Anregungen und Vorschläge experimentell versierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erfahrungen zu sammeln sowie gegenseitige Kontakte zwischen den Teilnehmenden aufzubauen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins
Telefon: +49 341 97-36151
E-Mail: hey@uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/chemie/hh/soe/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie