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Konferenz zur sich wandelnden Arbeitswelt

29.09.2010
Flexibel, stabil und innovativ – so soll sie sein, die Arbeit im 21. Jahrhundert. Das wünschen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Doch gehen die Vorstellungen auf beiden Seiten oft weit auseinander.

„Vor dem Hintergrund des Wandels zu flexibleren Arbeitsformen gilt es, innovative Konzepte des Personaleinsatzes, der Personalentwicklung und der Personaldienstleistung zu erforschen, zu gestalten und zu evaluieren. Ein zentraler Aspekt ist es dabei, die erhöhten Flexibilitätsanforderungen mit den Zielen der individuellen Work-Life-Balance der Arbeitnehmer in Einklang zu bringen“, sagt Prof. Dr. Kathrin M. Möslein von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Den kontroversen Ansprüchen in der Arbeitswelt will die interdisziplinäre, erste öffentliche, weit gehen deutschsprachige BALANCE Jahreskonferenz in Nürnberg nachspüren, die vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I (Prof. Dr. Kathrin M. Möslein) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie (Prof. Dr. Rainer Trinczek) ausgerichtet wird. Denn nur, wer es schafft, den Spagat zwischen Flexibilität und Stabilität für sich zu nutzen, der kann als Arbeitnehmer wie Arbeitgeber für sein Unternehmen auch Erfolg verbuchen. Rund um das Thema flexibler Arbeits- und Beschäftigungsmodelle stehen demnach auf der Agenda der 200-300 Tagungsteilnehmer u.a. folgende Fragestellungen: Wie können sich in Organisationen Kulturen des Vertrauens, des Lernens und der Work-Life-Balance entwickeln, um nachhaltig innovativ zu sein? Wie fördern flexible, mitarbeiterbezogene Arbeitsgestaltungskonzepte die unternehmerische Innovationsfähigkeit?

Neben einem Überblick über den aktuellen Forschungsstand der mehr als 150 Projekte, die auf der Basis des Förderschwerpunkts „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt“ durch das Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert werden, steht vor allem die Diskussion im Zentrum der Konferenz.

Zum Auftakt wird am 5. Oktober Dr. Johannes Meier (Jg. 1963) sprechen – sein Thema „Governance und Heterogenität in lokalen Arbeitsmärkten“. Meier war lange Jahre in der Unternehmensberatung bei McKinsey tätig sowie Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung; 2009 hat er dann mit der Xi GmbH sein eigenes Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen gegründet. Im Anschluss moderiert Prof. Dr. Rainer Trinczek eine Podiumsdiskussion, an der teilnehmen werden: Prof. Dr. Lutz Bellmann (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Prof. Dr. Fritz Böhle (Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung), Ingrid Hofmann (I. K. Hofmann GmbH), Ursula Spellenberg (Daimler AG), Dr. Hubert Steigerwald (Strategische Partnerschaft Sensorik Bayern e.V.) und Dr. Dietmar Wuppermann (Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Am 6. Oktober wird der international renommierte Innovationsforscher Prof. John Bessant (University of Exeter, Schöller Senior Fellow) in englischer Sprache einführen in das Thema „Innovation as Unusual“.

BALANCE Jahreskonferenz
Dienstag und Mittwoch, 5. und 6. Oktober, 9.30 bis 18 Uhr
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Lange Gasse 20
90403 Nürnberg
Mehr Informationen:
Uta Renken
Tel.: 0911/5302-880
uta.renken@wiso.uni-erlangen.de

Pascale Anja Dannenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

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