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Konferenz "Bio.IT World Europe 2010" Bio-IT macht Hoch-Durchsatz-Analysen erst möglich

18.06.2010
  • IT-Infrastruktur: Skalierbarkeit und Speicher im Visier
  • NGS-Datenverwaltung: Sequenzierungssysteme, Speicherung und Analyse
  • Unterstützung für Open Source, Semantisches Web, Wikis und Soziale Netzwerke
  • Datenintegration und Wissensmanagement

Nach dem großen Erfolg der ersten Auflage in 2009 richten die Deutsche Messe AG und das US-Cambridge Healthtech Institute (CHI) in diesem Jahr erneut die Life-Science-Konferenz "Bio.IT World Europe" zur BIOTECHNICA aus. Im Fokus des Vortragsprogramms stehen angewandte Methoden der Bioinformatik.

Neue Technologien, die unsere Gene und deren Produkte - die Proteine - mit immer größerem Durchsatz analysieren können, erzeugen unvorstellbar große Datenmengen. Wenn das Erbgut ganzer Bakterien-Kolonien innerhalb kürzester Zeit in seine Bausteine zerlegt werden kann, müssen Softwarelösungen diese Daten effizient auswerten, sonst ist der Zeitgewinn bei der Analyse wertlos. In der Infektions- und Krebsforschung wird zunehmend die Rolle der Gene bei der Anfälligkeit für solche Erkrankungen erforscht. Dazu müssen große Kohorten über Jahre beobachtet und analysiert werden. Dabei entstehen Datenmengen und -vernetzungen, die eine besonders effiziente Speicherung, Verwaltung und Bewegung von Daten erfordern.

"Next Generation Sequencing"-Plattformen (NGS) stellen hohe Anforderungen an die Datenverarbeitung. Diese neue DNA-Sequenziertechnologie ermöglicht eine deutlich schnellere und kostengünstigere Analyse menschlichen oder bakteriellen Genoms als bisher. Analysen, die früher Monate in Anspruch genommen haben, dauern mit NGS-Methoden nur noch Tage. Sie basieren auf dem hohen Datendurchsatz und spielen inzwischen eine zentrale Rolle in der Erforschung der genetischen Hintergründe von Krankheiten.

Das Gleiche gilt für Daten, die in der Systembiologie erzeugt werden. Dieser Zweig der Biowissenschaften versucht, biologische Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Die Werkzeuge dafür sind Simulationen und komplexe Netzwerkstrukturen. Solche Daten müssen so aufbereitet werden, dass sie als biologische Systeme für den Wissenschaftler erfassbar sind - und nicht nur als abstrakte Messwertkolonnen. Nur dann haben sie einen Mehrwert für die Forschung und Entwicklung.

Für die Analyse von genetischem Material, das auch in der Systembiologie eine zentrale Rolle spielt, greift die Wissenschaft auf international zugängliche Datenbanken zurück. Genetische Sequenzen werden öffentlich zur Verfügung gestellt und in Netzwerke eingespeist. Die sich daraus ergebenden Probleme mit der Qualität, Zuverlässigkeit und den Rechten an solchen Softwarelösungen sind ebenfalls Thema der "Bio.IT World Europe 2010".

Die Veranstaltung findet vom 5. bis 7. Oktober 2010 im Convention Center auf dem Messegelände Hannover statt. Die Konferenz wird in englischer Sprache gehalten.

Katharina Siebert | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.biotechnica.de
http://www.messe.de

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