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Konferenz zur Geschlechterforschung an der RUB

31.10.2012
Politische und wissenschaftliche Experten aus den USA, Dänemark und Deutschland diskutieren am 6./7. November 2012 im Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum Veränderungen in gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen.

Die internationale Konferenz „Gleicher und ungleich zugleich – Neukonfigurationen von Macht und flexibilisierten Ungleichheiten“ wird veranstaltet von der Marie-Jahoda Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung der RUB, dem Gunda-Werner-Institut Berlin, der Heinrich Böll Stiftung NRW und der Research School der RUB. Eine Anmeldung zur Konferenz ist unter info@boell-nrw.de möglich.

Paradoxe Geschlechterverhältnisse

Die Geschlechterverhältnisse entwickeln sich heute paradox: Frauen werden in qualifizierten Berufen und auf Entscheidungspositionen der Politik zunehmend sichtbarer. Die meisten Frauen und auch Männer wollen heute ein Leben jenseits des Hausfrauen-Ernährer-Modells. Im Windschatten dieser Entwicklung zu mehr Gleichberechtigung zeigen sich aber vertiefende komplexe Ungleichheiten etwa nach Klasse und Migration. So geht ein wachsender Teil von Frauen einer Erwerbstätigkeit nach; gleichzeitig erweisen sich die Arbeitsverhältnisse, in die Frauen überall auf der Welt einbezogen werden, in weiten Bereichen als zunehmend prekär und dereguliert.

Zudem wird die gesellschaftliche Reproduktionsarbeit weiterhin überwiegend unbezahlt von Frauen geleistet. Wird sie bezahlt, sind es oftmals Frauen mit geringer Ausbildung oder/und Migrationshintergrund, die in diesem Feld arbeiten. In der jüngsten Geschichte erkämpfte Gleichheiten werden so oft mit neuen Ungleichheiten bezahlt. Die Konferenz an der RUB will diese Neukonfigurationen von Macht und flexibilisierten Ungleichheiten anhand folgender Leitfragen untersuchen:

Wie verändern sich Machtverhältnisse angesichts des flexibilisierten Kapitalismus und des Umbaus des Wohlfahrtsstaates? Wie verändern sich Geschlechterverhältnisse? Und welche gesellschafts- und geschlechterpolitischen Gestaltungsansätze können eröffnet werden? Darüber referieren und diskutieren internationale Spitzenforscher/innen und Expert/innen aus Praxis und Politik.

Weitere Informationen

Johanna Wirxel, Koordination der Konferenz, Lehrstuhl Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht (Prof. Dr. Ilse Lenz), Tel. 0234/32-22267, Johanna.Wirxel@rub.de

Angeklickt

Programm der Konferenz
http://www.boell-nrw.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=11627
Redaktion: Arne Dessaul

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.boell-nrw.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=11627

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