Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz „Constructing Resilience“

10.01.2013
Experten diskutieren Strategien zum Umgang mit Bedrohungen

Klimawandel, Naturkatastrophen, Finanzmarktkrisen, sozialer Abstieg – die Liste potenzieller Bedrohungen für den Menschen im Einzelnen und die Menschheit im Gesamten ist in den letzten 25 Jahren länger und brisanter geworden.

Der Blick auf zukünftige Entwicklungen ist daher zunehmend von Alarmismus geprägt. Vor diesem Hintergrund haben die Konzepte von Vulnerabilität (Verwundbarkeit) und Resilienz (Widerstandsfähigkeit) an Bedeutung gewonnen: sie erlauben die Analyse von Risiken, deren Wahrnehmung und Strategien zum Umgang mit diesen. Die internationale Konferenz „Constructing Resilience“ am 17. und 18. Januar 2013 in Berlin wirft einen interdisziplinären Blick auf dieses Konzept.

Die Konferenz wird ausgerichtet vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und findet am 17. und 18. Januar in der Landesvertretung Hamburgs in Berlin, Jägerstraße 1-3, statt. „Sozialwissenschaftler haben zuletzt die Konzepte von Vul-nerabilität und Resilienz maßgeblich weiterentwickelt und für einen interdisziplinären Dialog mit Naturwissenschaftlern qualifiziert“, erläutert Konferenz-Organisator Prof. Oliver Ibert (IRS).

Sie rückten in den Mittelpunkt, dass Risiken selten objektiv bestimmbar und eindeutig aus physisch-materiellen Faktoren ableitbar seien. Vielmehr müssten natürliche Gegebenheiten und soziale Faktoren gemeinsam untersucht werden. Dazu kommt, dass Bedrohungen von unterschiedlichen Gesellschaftsmitgliedern in verschiedener Weise wahrgenommen werden können, dass sie also immer ein Produkt „sozialer Konstruktionen“ sind.

Eine solche Perspektive hilft, künftig genauer abzuschätzen, welches Bedrohungspotenzial beispielsweise von Hurrikans wie Katrina oder Sandy ausgeht. Wesentliche Komponenten dieser Risikoforschung sind daher die Untersuchung von Wahrnehmungsunterschieden von Bedrohungen und der Aufbau komplexer systemischer Konstrukte, innerhalb derer Handlungsstrategien realistisch analysiert werden können.

„Constructing Resilience“ widmet sich diesen Fragestellungen in drei Sessions: „Vulnerability and Resilience as Cognitive Constructs: Perceptions“,„Resilience as Dynamic and Systemic Construct: Adaptability“ und „Resilience as Political Construct: Governance“. Folgende international renommierte Wissenschaftler werden dabei neue Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren:

 Ash Amin (Cambridge University)
 Guruduth Banavar (IBM New York)
 David Stark (Columbia University)
 Susan Christopherson (Cornell University)
 John Coaffee (University of Birmingham)
 Bruce Goldstein (University of Colorado)
Die Konferenz wird organisiert von Prof. Dr. Heiderose Kilper, PD Dr. Gabriela Christmann, Prof. Dr. Oliver Ibert (alle IRS) und Prof. Dr. Gernot Grabher (HCU Hamburg) und gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Zeit, Ort und Programm
Die Konferenz „Constructing Resilience“ findet am 17. und 18. Januar 2013 in der Landesvertretung von Hamburg, Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin statt. Die Konferenz beginnt am 17. Januar um 09:00 Uhr und en-det am 18. Januar gegen 17:00 Uhr. Das vollständige Programm, eine Übersicht über alle Referenten ein-schließlich Lebenslauf und Abstracts ihrer Vorträge sowie weiteres Hintergrundmaterial zum Thema finden Sie auf der Konferenzwebsite: www.resilience-berlin.de
Angebot für Journalisten
Medienvertreter sind eingeladen, jederzeit und kostenfrei zu der Konferenz zu erscheinen. Gespräche mit den beteiligten Wissenschaftlern von IRS und HCU sowie eingeladenen Referenten können im Umfeld der Konferenz organisiert werden, soweit dies im konkreten Fall zeitlich möglich ist. Bitte wenden Sie sich an untenstehende Kontaktpersonen, wenn Sie an „Constructing Resilience“ interessiert sind. Für Rückfragen stehen sie gerne zur Verfügung.

Im Anschluss an die Konferenz können Sie Fotomaterial erfragen.

Kontakt
Prof. Dr. Oliver Ibert
Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“
Tel. 03362/793-150
Ibert@irs-net.de
Jan Zwilling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 03362/793-159
zwilling@irs-net.de

Jan Zwilling | idw
Weitere Informationen:
http://www.resilience-berlin.de/

Weitere Berichte zu: Constructing Resilience IRS Landesvertretung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht TU Darmstadt: Gipfel der Verschlüsselung - CROSSING-Konferenz am 1. und 2. Juni in Darmstadt
22.05.2015 | Technische Universität Darmstadt

nachricht Internationale neurowissenschaftliche Tagung
22.05.2015 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kieler Forschende bauen die kleinsten Maschinen der Welt

Die DFG stellt Millionenförderung für die Entwicklung neuartiger Medikamente und Materialien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bereit.

Großer Jubel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (Donnerstag, 21. Mai) bekannt gab,...

Im Focus: Basler Physiker entwickeln Methode zur effizienten Signalübertragung aus Nanobauteilen

Physiker haben eine innovative Methode entwickelt, die den effizienten Einsatz von Nanobauteilen in elektronische Schaltkreisen ermöglichen könnte. Sie entwickelten dazu eine Anordnung, bei der ein Nanobauteil mit zwei elektrischen Leitern verbunden ist. Diese bewirken eine hocheffiziente Auskopplung des elektrischen Signals. Die Wissenschaftler vom Departement Physik und dem Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel haben ihre Ergebnisse zusammen mit Kollegen der ETH Zürich in der Fachzeitschrift «Nature Communications» publiziert.

Elektronische Bauteile werden immer kleiner. In Forschungslabors werden bereits Bauelemente von wenigen Nanometern hergestellt, was ungefähr der Grösse von...

Im Focus: Basel Physicists Develop Efficient Method of Signal Transmission from Nanocomponents

Physicists have developed an innovative method that could enable the efficient use of nanocomponents in electronic circuits. To achieve this, they have developed a layout in which a nanocomponent is connected to two electrical conductors, which uncouple the electrical signal in a highly efficient manner. The scientists at the Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel have published their results in the scientific journal “Nature Communications” together with their colleagues from ETH Zurich.

Electronic components are becoming smaller and smaller. Components measuring just a few nanometers – the size of around ten atoms – are already being produced...

Im Focus: Phagen übertragen Antibiotikaresistenzen auf Bakterien – Nachweis auf Geflügelfleisch

Bakterien entwickeln immer häufiger Resistenzen gegenüber Antibiotika. Es gibt unterschiedliche Erklärungen dafür, wie diese Resistenzen in die Bakterien gelangen. Forschende der Vetmeduni Vienna fanden sogenannte Phagen auf Geflügelfleisch, die Antibiotikaresistenzen auf Bakterien übertragen können. Phagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien infizieren können. Für Menschen sind sie unschädlich. Phagen könnten laut Studie jedoch zur Verbreitung von Antibiotikaresistenzen beitragen. Die Erkenntnisse sind nicht nur für die Lebensmittelproduktion sondern auch für die Medizin von Bedeutung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Applied and Environmental Microbiology veröffentlicht.

Antibiotikaresistente Bakterien stellen weltweit ein bedeutendes Gesundheitsrisiko dar. Gängige Antibiotika sind bei der Behandlung von Infektionskrankheiten...

Im Focus: Die schreckliche Schönheit der Medusa

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile das bisher detailgetreueste Bild vom Medusa-Nebel eingefangen, das je aufgenommen wurde. Als der Stern im Herzen dieses Nebels altersschwach wurde, hat er seine äußeren Schichten abgestoßen, aus denen sich diese farbenfrohe Wolke bildete. Das Bild lässt erahnen, welches endgültige Schicksal die Sonne einmal ereilen wird: Irgendwann wird aus ihr ebenfalls ein Objekt dieser Art werden.

Dieser wunderschöne Planetarische Nebel ist nach einer schrecklichen Kreatur aus der griechischen Mythologie benannt – der Gorgone Medusa. Er trägt auch die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

TU Darmstadt: Gipfel der Verschlüsselung - CROSSING-Konferenz am 1. und 2. Juni in Darmstadt

22.05.2015 | Veranstaltungen

Internationale neurowissenschaftliche Tagung

22.05.2015 | Veranstaltungen

Biokohle-Forscher tagen in Potsdam

21.05.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanogefäß mit einer Perle aus Gold

22.05.2015 | Biowissenschaften Chemie

Ferngesteuerte Mikroschwimmer: Jülicher Physiker simulieren Bewegungen von Bakterien an Oberflächen

22.05.2015 | Physik Astronomie

Was Chromosomen im Innersten zusammenhält

22.05.2015 | Biowissenschaften Chemie