Anzeige
Die Tagung „Dealing with the Disasters of Others“ (Die Katastrophen der Anderen betrachten) am Bielefelder Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) wird sich vom 26. bis 28. Januar mit den vielfältigen Kommunikationsprozessen im Zuge einer Katastrophe beschäftigen. Die Tagung bildet den Abschluss der Aktivitäten der am ZiF ansässigen Forschungsgruppe „Communicating Disaster“ (2010-2011), welche die verschiedenen Prozesse der Katastrophenkommunikation intensiv erforscht hat.
Der Umgang mit Katastrophen wie Erdbeben, Unwettern oder havarierten Atomkraftwerken ist nicht allein Sache der Menschen direkt am Ort des Geschehens. Auch zunächst nicht direkt Betroffene sind auf verschiedene Weise einbezogen in die Kommunikation über die „Katastrophe der Anderen“: Hilfskräfte, die Katastrophenbewältigung organisierende Behörden, Journalisten, Medienrezipienten und auch die in der Katastrophenforschung arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die Wissenschaftler beobachten Kommunikationsprozesse im Kontext von extremen Ereignissen, um sie besser zu verstehen und Katastrophen langfristig besser zu bewältigen und ihnen vorzubeugen. So könnten beispielsweise die Behörden ihre Hilfsmaßnahmen besser koordinieren, soziale Medien wie Twitter und Facebook für die Arbeit der Hilfskräfte nutzbar gemacht oder die umliegende Bevölkerung wirksamer ge- und entwarnt werden.
In vier thematischen Schwerpunkten werden nun die Ergebnisse des Forschungsjahres präsentiert und diskutiert sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsvorhaben gegeben. Am ersten Tag widmen sich die Forscherinnen und Forscher dem Zusammenhang von zeitlichen und räumlichen Aspekten von Katastrophen und Risiken, während sie sich am Freitag damit beschäftigen, wie Katastrophen in den Medien dargestellt und neue Technologien und soziale Medien entwickelt und genutzt werden. Den Abschluss bildet am Samstag eine Sitzung zu Organisation und Management von Kommunikation in der Katastrophenhilfe.
Die Hauptredner sind Professorin Valerie November (Lausanne, Frankreich) und Nalaka Gunawardene (Sri Lanka). Die Leitung der Tagung haben Professor Dr. Jörg Bergmann (Soziologie, Bielefeld), Professorin Dr. Heike Egner (Humangeographie, Klagenfurt), Professor Dr. Volker Wulf (Wirtschaftsinformatik, Siegen). Zur Tagung werden über 70 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Soziologie, Geographie, Informatik, Psychologie, Medienwissenschaft und anderen Fachrichtungen sowie aus der Praxis der Katastrophenhilfe erwartet. Abgerundet wird das Programm durch die Künstlergruppe „Xperiment!“, die am ersten Abend Ergebnisse ihres Katastrophenplanspiels zu „Performativen Katastrophenszenarien und Bewältigungsritualen“ präsentiert. Die Tagungssprache ist Englisch.
Das Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) – 1968 als „Keimzelle“ der Universität Bielefeld gegründet – fördert herausragende interdisziplinäre und innovative Forschungsprojekte und gilt als Ideengenerator für neue, ungewöhnliche und „riskante“ Forschungsthemen. Das ZiF ist eine unabhängige, thematisch ungebundene Forschungseinrichtung und steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Länder und aller Disziplinen offen.
Informationen zum Programm und Ablauf der Tagung:
www.uni-bielefeld.de/ZIF/FG/2010CommunicatingDisaster/Events/01-2628-Closing_Conference.html
Informationen zu den Aktivitäten der Forschungsgruppe:
http://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZIF/FG/2010CommunicatingDisaster/index.html
Kontakt:
Marén Schorch, Universität Bielefeld
Koordinatorin der ZiF-Forschungsgruppe „Communicating Disaster“
Telefon: 0521 106-2776
E-Mail: communicating_disaster@uni-bielefeld.de
Sandra Sieraad | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
www.uni-bielefeld.de/(de)/ZIF/FG/2010CommunicatingDisaster/index.html
Weitere Berichte zu: Communicating Disaster > Hilfskräfte > Katastrophenhilfe > Kommunikationsprozesse > Soziologie > Umgang mit Katastrophen > ZiF
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Universität Vechta
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | HSBA Hamburg School of Business Administration
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten