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Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017

An der Hochschulabteilung Recklinghausen treffen sich von Montag bis Mittwoch (20. bis 22.02.2017) Experten für Bioprozesse. Das sind keine Juristen, sondern Naturwissenschaftler, die biologische Prozesse für industrielle Nutzungen entwickeln.

Aus ganz Deutschland sowie aus Österreich sind über 100 Experten für Bioprozesse an die Hochschulabteilung Recklinghausen gekommen, um sich vom 20. bis 22. Februar über Verfahren und Trends bei der Analyse und Modellierung von Verfahren der Bioprozesstechnik auszutauschen.


Die Bioprozesstage an der Hochschulabteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule versammeln Teilnehmer aus Deutschland und Österreich. Vorne: Prof. Dr. Frank Eiden (l.), Dr. Holger Müller.

Foto: WH/BL Abdruck honorarfrei im Zusammenhang mit Westfälischer Hochschule

Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf Prozesse, die von neuartigen Biokatalysatoren gesteuert werden. Tagungschef Prof. Dr. Frank Eiden von der Westfälischen Hochschule erläutert die Bedeutung: „Wir können die traditionellen Konzepte durch neue Katalysatoren und neuartige Mess- und Regeltechnik beträchtlich verbessern. Dabei können wir biotechnische Prozesse wahlweise im Mikromaßstab durchführen oder gleich komplett im Computer simulieren, um von der molekularen Ebene bis zu ganzen Produktionsprozessen mehr und bessere Bioreaktoren in die industrielle Nutzung zu bringen.“

Die Tagung will die wichtigsten Herausforderungen aufgreifen und einen Diskussionsbogen entlang der Wertschöpfungskette spannen. Dabei sind Wissenschaft und Industrie miteinander vernetzt: An der Tagung beteiligen sich nicht nur Wissenschaftler, sondern auch ein gutes Dutzend Unternehmen. Neben Vorträgen gibt es Arbeitsgruppen, die praktische Übung vermitteln, etwa zur professionellen Analyse geschüttelter Bioprozesse.

Am Abend des ersten Kongresstages gab es außerdem einen kleinen Wettbewerb für die Studierenden in Recklinghausen: Vom Ziel ausgehend (einer gewünschten Kohlendioxidmenge und der zur Verfügung stehenden Ausstattung und Zeit) mussten die Studierenden ausrechnen, wie viel Zucker und Hefe am Anfang in den Prozess eingeführt werden müssen. Zu gewinnen gab es nicht nur Ehre, sondern außerdem Verzehrgutscheine für die Recklinghäuser Hausbrauerei Boente.

Im Zusammenspiel von Molekülen, Organismen und Maschinen entstehen in Bioprozessen Grundstoffe für die Chemie wie etwa Mono- und Polymere, aber auch Produkte von Medikamenten bis zu Kosmetika. Dabei ersetzen Biosyntheseprozesse immer mehr synthetische Produkte aus fossilen Rohstoffen, indem sie auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen und sie zu gewünschten Produkten umwandeln.

Die Abteilung Recklinghausen der Westfälischen Hochschule hat neben wirtschaftsrechtlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern einen Schwerpunkt in Chemie und molekularer Biologie. Sie bietet dazu sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge an und hat ein Forschungsinstitut der biologischen und chemischen Informatik gewidmet.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Frank Eiden, Campus Recklinghausen der Westfälischen Hochschule, Telefon (02361) 915-585, E-Mail frank.eiden@w-hs.de

Möchten Sie zu diesem Thema einen individuellen Berichterstattungstermin für Ihre Redaktion? Bitte kontaktieren Sie uns!

Um Ihnen als Medienvertreter eine unmittelbare Berichterstattung zu ermöglichen, laden wir Sie herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen oder Fotos zu veranlassen:
Bioprocessing Days 2017
Montag, 20.02.2017 bis Mittwoch, 22.02.2017
Hochschulstandort August-Schmidt-Ring 10 in 45665 Recklinghausen

Auskünfte und Anmeldung unter frank.eiden@w-hs.de

Weitere Informationen:

https://www.w-hs.de/service/aktuell/news/detail/News/bioprocessingdays-2017/

Dr. Barbara Laaser | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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