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Klimawandel und Naturschutz – Konferenz IMPACT zeigt Anpassungsstrategien für Schutzgebiete

10.07.2012
Der Klimawandel ist eines der größten Probleme unserer Zeit und die Anpassung an ihn besitzt oberste Priorität. Dies ist das Ergebnis des UNO-Nachhaltigkeitsgipfels in Rio de Janeiro im Juni 2012.
Wie sich Großschutzgebiete an den Klimawandel anpassen können, hat das EU-Projekt HABIT-CHANGE untersucht. Die unter Federführung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) erarbeiteten Anpassungsstrategien werden zusammen mit weiteren internationalen Praxisbeispielen in Dresden vorgestellt. Vom 24. bis 26. September befasst sich die „International Conference on Managing Protected Areas under Climate Change (IMPACT)“ mit dem Themenfeld Klimawandel und Naturschutz.

Weltweit bedrohen Klimawandel und Landnutzung auch geschützte Lebensräume wie Naturschutzgebiete. Vor allem die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur stellen Schutzgebietsverwaltungen vor neue Herausforderungen. Sie müssen Veränderungen überwachen und ihre Managementstrategien überarbeiten, um auf die ökologischen Folgen vorbereitet zu sein.

Als Antwort auf diese Herausforderungen hat das Projekt HABIT-CHANGE mögliche Anpassungsstrategien entwickelt. Mehrere europäische Schutzgebietsverwaltungen und verschiedene Forschungseinrichtungen wie das IÖR und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung haben dafür zusammengewirkt. Die Ergebnisse stellen sie vom 24. bis 26. September 2012 auf der internationalen Konferenz IMPACT in Dresden zur Diskussion.

Die englischsprachige Konferenz bietet eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen im Spannungsfeld zwischen Erhalt der Artenvielfalt und Klimawandel auszutauschen. Vorträge renommierter Experten zeigen, wie wichtig das Thema Klimawandel und Anpassungsmaßnahmen für den Erhalt und die Entwicklung von Schutzgebieten ist. Gastredner der Tagung sind unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Cramer, Mitglied des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), Dr. Rob Jongman von Alterra in Wageningen (Niederlande), Dr. Alejandro Iza von der Weltnaturschutzorganisation IUCN und Dr. Martin Sharman von der Europäischen Kommission.

In sieben Workshops werden folgende Themen diskutiert und Projektergebnisse vorgestellt:
- Monitoring klimabedingter Auswirkungen
- Beurteilung der Habitatsensibilität gegenüber dem Klimawandel
- Modellierung klimabedingter Auswirkungen
- Aktuelle und künftige Managementpraktiken
- Auswirkungen des Klimawandels auf Arten und invasive Arten
- Bewusstseinsbildung und Partizipationsprozesse
- Rechtliche Aspekte und Empfehlungen für die Politik

IMPACT wird unter anderem zwei von der UNESCO als Best-Practice-Beispiele hervorgehobene Gebiete mit ihren Anpassungsstrategien vorstellen und den Austausch von Erfahrungen in der Umsetzung von Anpassungsstrategien ermöglichen.

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler, Manager von Schutzgebieten und Entscheidungsträger auf dem Gebiet des Naturschutzes zusammenzubringen, um für ein besseres Verständnis der komplexen Auswirkungen des Klimawandels auf die lokale Artenvielfalt zu sorgen und auf die dadurch resultierenden notwendigen Anpassungen an das Management der Schutzgebiete hinzuweisen.

Die Anmeldung ist bis zum 7. September möglich (Teilnahmebeitrag bei Anmeldung bis 31. Juli 50 Euro, danach 75 Euro).

Weitere Informationen zur Konferenz, den Workshops und den Exkursionen in die Böhmische Schweiz und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft unter: http://www.habit-change.eu/Impact
Ansprechpartner im IÖR:
Dr. Marco Neubert, Tel.: (0351) 46 79-274, E-Mail: M.Neubert@ioer.de

Heike Hensel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de/
http://www.habit-change.eu/Impact

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