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Klimaschutz und Ernährung

08.10.2008
Gemeinsame Veranstaltung der Professur für Ernährungsökologie, der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. und des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) - Aus der Reihe "Klimawandel GlobalLokal"

Den engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimawandel wird am 22. Oktober 2008 eine gemeinsame Tagung der Professur für Ernährungsökologie der Justus-Liebig-Universität (Prof. Dr. Ingrid Hoffmann), der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. und des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) verdeutlichen. Die Tagung "Klimaschutz und Ernähung. Von abstrakten Zahlen zum konkreten Alltagshandeln" findet von 11 bis 16 Uhr im Georg-Büchner-Saal, Bismarckstr. 37, in Gießen statt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Landwirtschaft und Ernährung das Klima belasten. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Durch eine klimafreundliche Ernährung können Konsumentinnen und Konsumenten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Klimabilanzen veranschaulichen die CO2-Emissionen von Lebensmitteln, verursacht durch deren Erzeugung, Verarbeitung, Transport und Verpackung. Dabei wird differenziert nach pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, nach Anbauweisen und nach Verarbeitungsform. Auch die Klimawirksamkeit von unterschiedlichen Ernährungsweisen kann zahlenmäßig dargestellt werden.

Die Relevanz einer klimafreundlichen Ernährung insgesamt sowie einzelne Reduktionspotentiale werden durch derartige Zahlen, Daten, Fakten sichtbar. Doch können diese die Konsumentinnen und Konsumenten dabei unterstützen, ihr Ernährungshandeln klimafreundlicher zu gestalten? Diese Frage bildet den Mittelpunkt der Tagung, die eine Brücke von "abstrakten" Zahlen zum "konkreten" Ernährungshandeln in einem zunehmend komplexen Alltag schlägt. Die Kommunikation und Übersetzung von Zahlen und Daten in alltagstaugliche Informationen und Empfehlungen sollen dabei ebenso diskutiert werden wie Hindernisse und Blockaden für eine klimafreundliche Ernährung im Alltag.

Die Veranstaltungsreihe "Klimawandel GlobalLokal" setzt sich mit den Akteuren und Handlungsebenen auseinander, die in der Klimadebatte bislang nur wenig beachtet werden: private Haushalte, der Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten, Städte und Gemeinden. Ziel ist es, praktische Vorschläge in die Diskussion zu bringen, die zeigen, wie die politisch gesetzten Klimaschutzziele in Strategien und Maßnahmen auf globaler wie lokaler Ebene umgesetzt werden können.

Vorträge:

11.30 Uhr:
Klimawandel und Ernährung: Zahlen und Fakten im Überblick
Kirsten Wiegmann (Öko-Institut, Darmstadt)
12.15 Uhr:
Klimaschutz und Ernährung: Auswirkungen von Lebensmitteln und Ernährungsweisen
Prof. Dr. Ingrid Hoffmann (Institut für Ernährungswissenschaft, Justus-Liebig- Universität Gießen)
14.00 Uhr:
Von abstrakten Zahlen zu Verbraucherbotschaften: Chancen und Grenzen
Bernhard Burdick (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) Diskussion
14.45 Uhr:
Von abstrakten Zahlen zum konkreten Handeln: Klimafreundliche Ernährung im Alltag

Doris Hayn (Insitut für sozial-ökologische Forschung - ISOE, Frankfurt am Main)

Tagungsgebühr:
12 Euro, ermäßigt 7 Euro (Studierende/Auszubildende, Erwerbslose)
Information und Anmeldung:
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.
Niddastr. 64, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 23 10 90
Ralf Zwengel
E-Mail: zwengel@hbs-hessen.de
Kontakt:
Prof. Dr. Ingrid Hoffmann, Institut für Ernährungswissenschaft
Wilhelmstr. 20, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-39055, Fax: 0641 99-39059
E-Mail: ingrid.hoffmann@ernaehrung.uni-giessen.de

Lisa Dittrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/fbr09/nutr-ecol/tagung_klimaschutz.php

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