Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimaforscher aus aller Welt begegnen sich in Jena

01.09.2009
Vom 13. bis 19. September 2009 werden sich in Jena mehr als 500 Wissenschaftler aus der ganzen Welt treffen, um sich im Rahmen der 8. Internationalen Kohlendioxidkonferenz über den neuesten Wissensstand bezüglich der Klimaforschung und des globalen Kohlenstoffkreislaufs auszutauschen.

Die Konferenz, die seit 1981 alle vier Jahre stattfindet, wird dieses Jahr vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie ausgerichtet.

Vor mehr als 50 Jahren begannen am Mauna Loa auf Hawaii und am Südpol hochpräzise Messungen der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration, die den kontinuierlichen Anstieg dieses Treibhausgases in der Erdatmosphäre dokumentieren. Kohlendioxid gilt als Hauptverursacher des globalen Klimawandels, dessen Auswirkungen wir bereits heute regional und global spüren.

Das wissenschaftliche Interesse an der Untersuchung des globalen Kohlenstoffkreislaufs und seiner Veränderung durch den Menschen ist seither exponentiell gewachsen. Die globale Erforschung des Kohlenstoffkreislaufs wurde außerdem deutlich intensiviert, weil der International Panel on Climate Change Kohlendioxid als Hauptverursacher der gegenwärtigen und zukünftigen Erwärmung des Weltklimas anerkannt hat und infolgedessen internationale Initiativen zur Verringerung der CO2-Emissionen wie beispielsweise das Kyotoprotokoll entstanden.

Im Rahmen der Konferenz in Jena werden sich die Forscher interdisziplinär über Veränderungen der atmosphärischen CO2-Konzentration und die Rolle der Emission fossiler Energieträger in Vergangenheit und Zukunft, über Weiterentwicklungen der Messmethodik und der Klimamodelle sowie über regionale Studien und das Verständnis der grundlegender Prozesse austauschen.

Das Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) spielt eine bedeutende Rolle in der internationalen Klimaforschung - es widmet sich unter anderem der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen den globalen Stoffkreisläufen und dem Klimasystem. Hochempfindliche Messgeräte werden eingesetzt, um Konzentrationsänderungen der Spurengase Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Methan, Sauerstoff und Wasserstoff in der Atmosphäre zu erfassen. Aus den Messergebnissen lassen sich Informationen über deren Entstehung auf der Erdoberfläche - z. B. bei Verbrennungsprozessen - ziehen. Weitere Analysen dienen der Ermittlung der globalen Kohlenstoffbilanzen für die terrestrische Biosphäre und den Ozean. Die Erweiterung bereits bestehender Computermodelle unter Verwendung von Ergebnissen der Labor- und Feldforschung und Beobachtungsdaten der Vergangenheit und Gegenwart hat zum Ziel, verlässliche Klimasimulationen für die Zukunft zu erstellen.

Im Rahmen der Konferenz findet am Montag, den 14. September um 13 Uhr im Hörsaal 8 der Friedrich-Schiller-Universität, Ernst-Abbe-Platz, eine Pressekonferenz statt.

Max-Planck-Institut für Biogeochemie
P.O. Box 10 01 64
07701 Jena
Hans-Knöll-Straße 10
07745 Jena
Tel.: +49-(0)3641-57-60
Fax: +49-(0)3641-57-70
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Martin Heimann
Tel.: +49-(0)3641-57-6350
Fax: +49-(0)3641-57-67300
email: martin.heimann@bgc-jena.mpg.de
Dr. Angelika Thuille
Tel.: +49-(0)3641-57-6107
Fax: +49-(0)3641-57-70
email: athuille@bgc-jena.mpg.de

Susanne Hermsmeier | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.bgc-jena.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte
23.11.2017 | Universität Witten/Herdecke

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung