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Doch Eltern sollten dabei sehr aufmerksam sein, denn regelmäßiges Schnarchen kann gesundheitliche Folgen haben und die Entwicklung des Kindes stören. Am 25. November wollen Mediziner der Leipziger Uniklinik im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung mit niedergelassenen Kinderärzten diese und andere Fragen der Kinderschlafmedizin in einem offenen Forum erörtern. Interessierte Journalisten sind herzlich dazu eingeladen.
Zeit: 25.11.2009, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Hörsaal der Augenklinik, Liebigstr. 10/14, 04103 Leipzig
Mehr als die Hälfte aller Kinder zwischen ein und vier Jahren schnarcht manchmal. Jedes achte Kind davon jedoch jede Nacht. Je älter die Kinder werden, desto häufiger schnarchen sie auch. Jungen schnarchen dabei häufiger als Mädchen. Bei den meisten Kindern ist das Schnarchen nur eine vorübergehende Sache, die beispielsweise mit Erkältungen einher geht. Bei einigen Kindern kann das Schnarchen aber auch regelmäßig werden und das nicht ohne Folgen: Die Kinder sind tagsüber oft müde, haben Konzentrationsprobleme und Leistungsschwächen. Dazu kommt: Weil die Kinder mit offenem Mund schlafen, geht die Schutzfunktion der Nase verloren. Schnarchende Kinder leiden deshalb häufiger an Husten, Erkältungskrankheiten und Ohrentzündungen. Die Ursachen des nächtlichen Sägens können ganz unterschiedlicher Natur sein. Gesichert scheint allerdings, dass in der Gegenwart ihrer Kinder rauchende Eltern das Risiko um 60 Prozent erhöhen, dass ihr ein- bis vierjähriger Sprössling zum Schnarcher wird.
In einer ab Januar 2010 beginnenden Studie wollen Ärzte der Uniklinik Leipzig den Zusammenhang zwischen Schlaf und Stoffwechselaktivität erforschen. Die Mediziner wollen dabei mehreren Fragestellungen auf den Grund gehen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen gestörtem Schlaf und Übergewicht? Warum haben dicke Kinder mehr nächtliche Atempausen und schnarchen öfter? Was passiert, wenn Kinder chronisch zu wenig schlafen? Für die Studie sollen schlanke und übergewichtige Kinder untersucht werden. Die Kinder werden eine Nacht im Schlaflabor verbringen, sie führen ein Schlaftagebuch und tragen einen Bewegungsmesser. Anschließend werden die Eltern über die Ergebnisse informiert und von den Medizinern beraten. Die Wissenschaftler suchen für diese Studie noch dringend Probanden im Alter zwischen 5-7 Jahren und 13-15 Jahren. Interessierte Eltern melden sich bitte bei Frau Kathrin Dittrich. Tel. 0341-97-26922.
Die Vorträge der Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche des Universitätsklinikums Leipzig im Überblick:
Dr. med. M. Quante: Schlafen dicke Kinder anders als dünne Kinder? Vorstellung der geplanten Studie
Prof. Dr. med. A. Merkenschlager: Schnarchen - Leitfaden für Diagnostik und Therapie
Dr. med. J. Kluge: Kardiorespiratorisches Monitoring bei Impfungen
Dr. med. F. Pulzer: Update Kinderschlafmedizin 2009.
Weitere Informationen:
Professor Dr. med. Andreas Merkenschlager
Telefon +49-(0)341-97 26 320
andreas.merkenschlager@medizin.uni-leipzig.de
Dr. Bärbel Adams | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-leipzig.de
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