Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Keine Narben nach Hals-OP

15.09.2011
300 HNO-Ärzte tagen am 16. und 17. September 2011 im Universitätsklinikum Heidelberg / Schwerpunkthemen sind u.a. neue minimal-invasive und robotergestützte Operationsverfahren

Welche Operationen im Kopf- und Halsbereich können heute minimal-invasiv durchgeführt werden? Ab welchem Grad der Schwerhörigkeit ist ein Cochlea Implantat angezeigt? Wo steht die Antikörper-Therapie?

Diese und weitere aktuelle Fragen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sind Thema der 95. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte am 16. und 17. September 2011 in der Kopfklinik des Universitätsklinikums Heidelberg. Mehr als 300 Hals-Nasen-Ohrenärzte treffen sich zu dieser Fortbildungsveranstaltung unter Leitung von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Peter K. Plinkert, Ärztlicher Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg. Die Teilnahme ist noch möglich.

Ein sieben Zentimeter langer Schnitt am Hals war bisher nötig, um z.B. eine entzündete Speicheldrüse am Unterkiefer oder Lymphknoten im Hals zu entnehmen. Dank neuer endoskopischer Techniken kann Patienten eine solche Narbe in Zukunft erspart bleiben: Zwei kleine, nur einen Zentimeter lange Schnitte am Hals oder im Gesichtsbereich reichen aus. Bei manchen Eingriffen ist auch ein Zugang durch den Mund möglich, der keine sichtbare Narbe hinterlässt. Bisher werden diese schonenden Verfahren erst an sehr wenigen Zentren in Deutschland angeboten. Zusammen mit neuen Anwendungen der robotergestützten Chirurgie in der HNO-Heilkunde bilden sie einen Schwerpunkt der Fortbildungsveranstaltung.

Weitere Vorträge und Workshops beschäftigen sich mit der Anwendung von teilweise oder vollständig implantierbaren Hörsystemen bei Schwerhörigkeit, Taubheit und Tinnitus. So profitieren z.B. von einem Cochlea Implantat, einer elektrischen Innenohrprothesen, nicht nur ertaubte, sondern auch hochgradig schwerhörige Patienten. Den aktuellen Stand in der Behandlung von Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich stellen Strahlentherapeuten und internistischen Onkologen im Rahmen einer interdisziplinären Diskussion vor.

In seinem Festvortrag am Samstag, den 17. September, um 9.30 Uhr, spricht der renommierte Medizinethiker Professor Dr. Wolfgang U. Eckart, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg, über die ethischen Aspekte des Behandlungswechsels bei onkologischen Patienten mit ausgeschöpfter kurativer Therapie. Zentrale Fragen sind: Ab welchem Zeitpunkt sind kurative Therapien nicht mehr vertretbar? Wie erhält man die Lebensqualität des Patienten?

Kongressbegleitend werden eine große Anzahl an Weiterbildungskursen und der Besuch des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums (HIT) angeboten.

Programm und weitere Informationen im Internet:
http://www.hno-suedwest.de
Kontakt:
Professor Dr. med. Dr. h.c. Peter K. Plinkert (Tagungspräsident)
Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-,
Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 67 09
E-Mail: peter.plinkert@med.uni-heidelberg.de
Prof. Dr. med. Ingo Baumann (Leitung Organisation)
Leitender Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen-,
Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 67 09
E-Mail: ingo.baumann@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de
http://www.hno-suedwest.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften