Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kein Fahrzeug ohne Kunststoffe

20.01.2014
Seitdem Hersteller erstmalig Kunststoffe im Fahrzeugbau eingesetzt haben, ist kein Automobil mehr ohne den Einsatz des Werkstoffes denkbar

Der Anteil an Kunststoffen im Auto steigt immer weiter an – mittlerweile liegt er bei etwa 12 bis 15 Prozent. Denn der Einsatz von Kunststoffen bedeutet nicht nur Gewichtsreduzierung und damit Kraftstoffeinsparung, sondern häufig auch geringere Produktionskosten im Vergleich zu Metallen.

Laut Hartmut Häberle von MAN Truck & Bus wird vor allem, in den Bereichen Chassis, Triebstrang sowie Fahrgestell und Motor der Kunststoffeinsatz weiter zunehmen. Die zukünftigen Herausforderungen des Marktes seien daher vor allem Metallersatz sowie Class A-fähige Oberflächen für Faserverbunde weiterzuentwickeln.

Daher thematisiert unter anderem der internationale Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“ am 2. und 3. April 2014 in Mannheim den Metallersatz im Bereich der technischen Teile.

Anja Jäschke von Audi ist Programmausschussmitglied der „Kunststoffe im Automobilbau“. Sie sieht im intelligenten Materialmix ein zentrales Thema der Automobilindustrie. „Der richtige Werkstoff am richtigen Ort in der richtigen Menge“, so beschreibt Jäschke das Leichtbau-Credo von Audi. In Zukunft müssten Hersteller den gesamten Lebenszyklus des Autos hinsichtlich der Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Fahrzeugeffizienz betrachten. Nur so lasse sich durch die leichtere Fahrzeugstruktur der Verbrauch reduzieren und somit die CO2-Bilanz verbessern.

Laut Jäschke werden heute besonders im Segment der Supersportwagen CFK-Bauteile eingesetzt. So sind beispielsweise im Audi R8 V10 die Sideblades, das Außenspiegelgehäuse sowie der vergrößerte Frontspoiler und der Diffusor aus CFK gefertigt. Diese Bauteile müssen starken Belastungen standhalten. Auf dem Kongress greifen Experten dieses Thema auf und diskutieren Technologieentwicklungen von endlosfaserverstärkten Kunststoffen in der Karosseriestruktur.

Als weiteren Trend hinsichtlich neuer Anwendungen und Technologien in der Automobilindustrie sieht Jäschke die Herausforderung, wie sich Fertigungstoleranzen reduzieren lassen und Reproduzierbarkeit über vollautomatische Prozesse erreicht wird. Dabei spielen vor allem auch Technologien zum Recycling eine entscheidende Rolle.

Die vollautomatische Fertigungszelle ist auch Thema des internationalen Kongresses „Kunststoffe im Automobilbau“, bei dem Experten diskutieren, wie sie die Effizienz erhöhen können, wenn sie Material herstellen, verarbeiten und wiederverwerten.

Anmeldung und Programm unter www.kunststoffe-im-auto.de oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

Über das VDI Wissensforum
Das VDI Wissensforum mit Sitz in Düsseldorf gehört zur Unternehmensgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und ist seit mehr als 50 Jahren der führende Weiterbildungsspezialist für Ingenieure, für Fach- und Führungskräfte im technischen Umfeld. Es vermittelt das Wissen aus allen automobilrelevanten Technikdisziplinen und bietet eine umfassende Themenvielfalt rund um die Fahrzeugindustrie. Fragen zu aktuellen Antriebsaggregaten, zur Fahrzeugelektronik und Fahrerassistenzsystemen stehen im Fokus neben Themen wie Anforderungen zur Fahrzeugsicherheit, Komfortoptimierung oder auch Lösungen zur CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit des Automobils. Das Unternehmen bietet eines der größten Automobilindustrie-Netzwerke mit weltmarktführenden Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern sowie international renommierten Wissenschaftlern. Die Veranstaltungen des VDI Wissensforums sind unverzichtbar für die Automobilindustrie.

Jennifer Rittermeier | VDI Wissensforum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.kunststoffe-im-auto.de
http://www.vdi-wissensforum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics