Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kaukasus: Pflanzenvielfalt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer

23.04.2014

Ausstellung in Berlin

Die Sonderausstellung „Kaukasus. Pflanzenvielfalt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer“ im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem präsentiert die einzigartige botanische Vielfalt der Kaukasus-Region zwischen Europa und dem Orient.


Großer Kaukasus: Kaukasusausstellung im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin

Foto: G. Parolly, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

Der neu bepflanzte Gartenabschnitt „Kaukasus und Südwestasien“ im Botanischen Garten zeigt viele wichtige Lebensraumtypen und typische Pflanzen und wurde komplett neu beschildert. Dazu passend bietet die Sonderausstellung im Botanischen Museum mit zahlreichen Mitmachstationen ein interessantes und sinnliches Erlebnis für die ganze Familie. Beliebte Gartenpflanzen und bedeutende Nutzpflanzen aus dem Kaukasus werden vorgestellt.

Die Ausstellung präsentiert die neuesten Forschungsaktivitäten des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin mit Partnern in Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Die Ausstellung ist vom 16. Mai 2014 bis 22. Februar 2015 zu sehen.

Presseführung: SAVE THE DATE
Am Mittwoch, 14. Mai 2014, 10.30 Uhr, findet ein Presserundgang durch die Sonderausstellung im Beisein der Kuratoren statt (Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin). Gelegenheit für Interviews und Bildaufnahmen wird geboten. Um Akkreditierung bis Montag, 12. Mai 2014 wird gebeten (per formloser E-Mail an zebgbm@bgbm.org).

Kaukasus: Hotspot der Pflanzenvielfalt und Naturschutz
Die Ökoregion Kaukasus ist mit mehr als 6.000 Pflanzenarten ein „hotspot“ der Artenvielfalt in den gemäßigten Breiten. Zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer sind eine Vielzahl von Lebensräumen auf engstem Raum miteinander verwoben: feuchte Wälder, saftige Bergwiesen und Hochstaudenfluren, alpine Steinschuttfluren und Quellmoore, aber auch Steppen und Halbwüsten. Viele bekannte Gartenpflanzen wie die Großköpfige Flockenblume, die Kaukasus Fetthenne oder der Orientalische Mohn kommen ursprünglich aus dem Kaukasus. Die Besucher können Bäume in „Zeitkapseln“ erforschen, an einem kaukasischen Marktstand stöbern oder mehr zur genetischen Vielfalt kaukasischer Wildbirnen erfahren. Die Ausstellung vermittelt unterhaltsam und multimedial, wie die laufende Kaukasus-Initiative und andere Forschungsprojekte des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem sowie die Aktivitäten des World Wildlife Fund for Nature (WWF) dabei helfen können, diese einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu schützen.

Kaukasus erleben im Botanischen Garten vom Wald bis zur Steppe
Die ganze Vielfalt dieser einzigartigen Ökoregion wird lebendig im grundlegend überarbeiteten, neu gestalteten, weitgehend neu bepflanzten und neu beschilderten Gartenabschnitt „Kaukasus und Südwestasien“. Besucher können kaukasische Wälder durchschreiten, Alpenrosengebüsche und alpine Rasen ebenso wie Steppen entdecken. Zahlreiche Info-Tafeln vermitteln Wissenswertes über typische Lebensräume und Pflanzen. Für die neue Gartenanlage wurden viele Samen und Pflanzen von Expeditionen mitgebracht, in Berlin angezogen und vermehrt.

Katalog, Rahmenprogramm, Führungen, Audioguide und Exkursionstasche für Kinder
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog- und Essayband mit allen deutsch- und englischsprachigen Ausstellungstexten. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die gesamte Ausstellungszeit. Erstmals gibt es in der Ausstellung einen Audioguide speziell für Kinder. Familien können mit einer Exkursionstasche den Kaukasus im Museum und Garten erkunden. Gruppenführungen können zu individuellen Zeiten vereinbart werden.

Erforschung des Kaukasus
Die aktuelle Ausstellung entstand im Rahmen der Kaukasus-Initiative des Botanischen Gartens und das Botanischen Museums Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin und dem von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt „Developing Tools for Conserving the Plant Diversity of the Transcaucasus“. Seit 2010 erforscht die Berliner Einrichtung in enger Zusammenarbeit mit den botanischen Instituten und Botanischen Gärten in Jerevan (Armenien), Baku (Aserbaidschan) und Tbilisi (Georgien) die Kaukasus-Region. Ziel der Projekte ist es, die wissenschaftlichen Kapazitäten der Partnerinstitutionen zu stärken und zugleich Werkzeuge für die sinnvolle Planung von Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln. Gerade in einer so kleinräumig verzahnten Ökoregion wie dem Kaukasus ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit besonders wichtig: Nur wenn erforscht ist, was in einem bestimmten Gebiet vorkommt, ist es möglich zu entscheiden, inwiefern es schützenswert ist. Wie genetisch divers sind zum Beispiel die Populationen einer bestimmten Baumart? Welche Arten sind besonders kleinräumig verbreitet? Und wie groß muss, ungeachtet politischer Grenzen, ein Gebiet mindestens sein, um eine gefährdete Baumart effektiv zu schützen? Die Ergebnisse dieser laufenden Forschungen werden mit der aktuellen Ausstellung präsentiert. Obwohl der Kaukasus so reich an natürlichen Ressourcen ist, macht sich die Öffentlichkeit den Wert dieser biologischen Vielfalt zu wenig bewusst. Hier möchte die Ausstellung einen Impuls setzen.

Ökoregion Kaukasus
Die Ökoregion Kaukasus reicht vom Südrand der russischen Föderation über die drei Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien bis in die nördlichen Regionen der Türkei und des Iran. Es handelt sich um einen der „hotspots“ der Biodiversität der gemäßigten nördlichen Breiten. Wissenschaftler vermuten dort mehr als 6.000 Arten von Blütenpflanzen, und auch die Tierwelt ist besonders vielfältig. In den von grandiosen Gebirgen, Hochebenen und in Senken auslaufenden Flusstälern geprägten Landschaften zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer wechseln auf kleinstem Raum klimatische und geologische Bedingungen und schaffen ein faszinierendes Mosaik unterschiedlichster Vegetationstypen: von kargen Steppen auf kalten Hochebenen zu feuchtwarmen Wäldern am Schwarzen Meer, von alpinen Blockhalden und blütenreichen Hochstaudenfluren zu Salzseen und Halbwüsten am Kaspischen Meer.

Kaukasus. Pflanzenvielfalt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer Sonderausstellung im Botanischen Museum und im Botanischen Garten Berlin-Dahlem
Ort: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
Dauer: 16. Mai 2014 bis 22. Februar 2015, täglich von 10 bis 18 Uhr (Museum), Kaukasusfreilandbereich täglich von 9 Uhr bis Dämmerung (Garten)
Eintritt: Garten und Museum: 6 €, ermäßigt 3 €; Nur Museum: 2,50 €, ermäßigt 1,50 €

Pressekontakt:
Gesche Hohlstein, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem,
Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
Tel. 030 / 838 50134, E-Mail: g.hohlstein@bgbm.org

Weitere Informationen:

http://www.bgbm.org/de/event/kaukasus - zur Ausstellung
http://www.bgbm.org/de/presse/pressefotos#Sonderausstellung_Kaukasus – Pressefotos
http://www.botanischer-garten-berlin.de – zum Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem

Gesche Hohlstein | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Legionellen? Nein danke!
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Posterblitz und neue Planeten
25.09.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops