Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karriere-Tagung für Nachwuchsforscher

06.05.2010
Der PostDoc-Club des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut in Jena veranstaltet erstmals in der Leibniz-Gemeinschaft eine Tagung zur Berufsentwicklung für Nachwuchsforscher aus den Lebenswissenschaften. Mit jungen promovierten Wissenschaftlern und Doktoranden werden am 6. und 7. Mai in Jena Karrierechancen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft diskutiert und weiter entwickelt.

„Forschen ist cool“, so der begeisterte Ausspruch vieler Nachwuchsforscher, die nach der Universität erstmals für längere Zeit Laborluft schnuppern. Für den einzelnen Wissenschaftler ist die Entscheidung für die Forschung aber oft mit beruflichen Unwägbarkeiten verbunden. So beklagen Nachwuchswissenschaftler ungenügende Karriereperspektiven und die geringe Planbarkeit ihrer Laufbahn.

Am Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena haben junge Wissenschaftler daher im Jahr 2007 den PostDoc-Club gegründet, ein selbstorganisiertes Netzwerk meist promovierter Nachwuchsforscher, die sich für die Diskussion und Erweiterung ihrer Karrieremöglichkeiten einsetzen. Angeregt durch ein Vorbild aus den Niederlanden organisierte der PostDoc-Club für Nachwuchsforscher aus den Lebenswissenschaften eine Karriere-Tagung. Ihr Ziel ist es, die Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Zukunft und Karriere auszuloten, eigene Karriere-relevante Fähigkeiten weiterzuentwickeln und geeignete Netzwerke aufzubauen. Die Tagung findet am 6. und 7. Mai in Jena statt.

„Als Sprecher sowie Trainer verschiedener Workshops konnten wir ausgewiesene Experten aus Deutschland und den Niederlanden gewinnen“, freut sich Dr. Kathrin Reichwald, Wissenschaftlerin am FLI und eine der Organisatorinnen der Tagung. Neben erfahrenen Forschern aus dem akademischen Umfeld und aus der Industrie sind auch Experten aus den Bereichen Wissenschaftsmanagement, Weiterbildung und Patentwesen vertreten. Diese berichten, neben den Erfahrungen in ihren wissenschaftlichen oder wissenschaftsnahen Berufszweigen, vor allem auch über ihre eigenen, persönlichen Karrierewege.

„Forschung wird maßgeblich getragen von begeisterungsfähigen Nachwuchswissenschaftlern“, so Prof. Peter Herrlich, wissenschaftlicher Direktor des FLI. „Diese Begeisterung gilt es zu erhalten. Die spannenden Themen in den Biowissenschaften alleine reichen dafür nicht aus. Wie komme ich zu Erfolgen, wie überbrücke ich Enttäuschungen, wie plane ich meine Karriere? Antworten auf diese und ähnliche Fragen helfen, Motivation für die Forschung am Leben zu halten.“ Die Karriere-Tagung ist ein Versuch, solche Antworten zu vermitteln.

Erfolg in der Forschung und damit in der weiteren Karriere ist auch von den Forschungsbedingungen abhängig. Dass diese an Instituten der Leibniz-Gemeinschaft mit zu den besten zählen, bestätigt auch Prof. Ernst Th. Rietschel, amtierender Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Erfreut über die Initiative des Jenaer PostDoc–Clubs hat er daher die Tagung unter die Schirmherrschaft der Gemeinschaft gestellt.

Hintergrund:
Dem PostDoc-Club des Fritz-Lipmann-Instituts (FLI) gehören promovierte Wissenschaftler sowie Doktoranden in ihrem letzten Jahr an. Als selbst-organisiertes Netzwerk trägt er zur verbesserten Kommunikation und Information der jungen Wissenschaftler bei, insbesondere im Hinblick auf deren weitere Karriereschritte. Zu den Aktivitäten des PostDoc–Clubs gehört die Organisation von Weiterbildungskursen für die über 60 promovierten Nachwuchsforscher sowie die fortgeschrittenen Doktoranden des FLI. In den Kursen werden neben wissenschaftsorientierten Weiterbildungen auch berufsbegleitende Kompetenzen und „Soft skills“ vermittelt, die nicht nur in der wissenschaftlichen Laufbahn wichtig sind. Der Vorstand des FLI begrüßt die Initiative der jungen Wissenschaftler und bietet finanzielle und infrastrukturelle Hilfestellung für deren Aktivitäten. Näheres unter http://www.fli-leibniz.de/postdocs/index.php.

Zur Leibniz-Gemeinschaft (WGL) gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.100 Wissenschaftler, davon wiederum 2.800 Nachwuchswissenschaftler. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

Dr. Eberhard Fritz | idw
Weitere Informationen:
http://www.fli-leibniz.de
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften