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Karlsruhe aus der Google-Perspektive

03.02.2011
Aktuelle Diskussionen um WikiLeaks, Cybersecurity und Social Networks sind nur Beispiele dafür, wie bedeutend das Internet für Gesellschaft, Politik und Kultur ist. Die 15. Karlsruher Gespräche thematisieren unter dem Titel „Ins Netz gegangen? Google-Kulturen global“ die positiven und negativen Aspekte des jungen Massenmediums.

Vom 11. bis 13. Februar 2011 präsentiert das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT hierzu Vorträge, Diskussionen und Kulturveranstaltungen. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den meist kostenlosen Programmpunkten eingeladen.

Das Massenmedium Internet ist gerade fünfzehn Jahre alt und doch hat es die Gesellschaft in einer Weise verändert, die mit der Erfindung des Buchdrucks oder der Entdeckung der Elektrizität vergleichbar ist. E-Mail, Social Media, Online-Shopping oder -Banking: Web-User sind nicht nur „drin“, sondern gestalten im Netz aktiv ihren Alltag. „Ein Leben ohne Internet ist kaum mehr vorstellbar“, sagt Professorin Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK. „Das Web revolutioniert unsere Gesellschaft. Seine Auswirkungen auf Kultur, Politik und Wirtschaft sind immens und in ihrer Tragweite noch nicht absehbar. Sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene entwickeln sich neue kulturelle Alltagsroutinen im virtuellen Raum, die eine Vielzahl von Chancen aber auch Anpassungsnotwendigkeiten im Offline-Leben mit sich bringen.“

Die 15. Karlsruher Gespräche beleuchten das Internet und seine soziologischen, kulturellen, technischen und politischen Komponenten aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Zentrum der international besetzten und deutschlandweit einmaligen Veranstaltung steht die Frage nach der Wirkung des Webs auf Individuen und Gesellschaften. Darüber hinaus werden aktuelle Diskussionen um Wiki-Leaks, Cybersecurity und Social Networks angesprochen. Informationsüberflutung, Nutzung des Internets durch Terroristen oder Internetzensur in China sind weitere Themen des Symposiums, das die Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG und die Stadt Karlsruhe unterstützen.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen. Anmeldung per E-Mail an anna.kwiatkowski@kit.edu oder telefonisch unter 0721 608-48027.

Aus dem Programm der 15. Karlsruher Gespräche:

Daniel Domscheit-Berg, ehemaliger Sprecher von WikiLeaks, und Andrew Keen, Autor des Buches „Die Stunde der Stümper“, widmen sich dem Thema „Radikale Transparenz – Freund oder Feind der Demokratie?“. Ihre Festvorträge bilden den Auftakt der Karlsruher Gespräche am Freitag, 11. Februar 2011, um 19:30 Uhr im Karlsruher SpardaEvent-Center, Baumeisterstraße 21.

Das Symposium am Samstag, 12. Februar, findet ab 9:30 Uhr in der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Saal Baden, Lammstraße 13-17 statt. Über die Google-Generation spricht dort Professor David Nicholas von der Universität London. Eine kritische Google-Recherche fordert Professor Geert Lovink, Gründer und Direktor des Instituts für Netzwerkkulturen an der Universität Amsterdam. Der Frage nach dem demokratischen Potenzial des Internets im Iran und in China gehen der Iraner Kuros Yalpani sowie Professor Joseph Cheng aus Hong Kong nach. David Rowan, Herausgeber des Netzkultur-Magazins WIRED, thematisiert die Massenkreativität der Internetgesellschaft. Darüber hinaus steht Internetkriminalität ebenso auf der Tagesordnung wie der Einfluss von Social Media auf die Gesellschaft.

Die in den Vortägen vorgestellten Themenbereiche werden in den Podiumsdiskussionen am Sonntag, 13. Februar, wieder aufgegriffen: Am Vormittag fragt eine international besetzte Diskussionsrunde unter dem Titel „Internet quo vadis?“ nach der Zukunft der Netzgesellschaft. Beginn ist um 11 Uhr im SpardaEvent-Center. Unter dem Titel „Das Internet zwischen Netzfreiheit, WikiLeaks und Cyberwar“ behandelt das Podiumsgespräch um 14:30 Uhr das Machtpotenzial des Internets und hinterfragt kritisch die Konsequenzen einer absoluten Transparenz. Aus aktuellem Anlass wird der tunesische Internetaktivist Sami Ben Gharbia über die Rolle von WikiLeaks in der tunesischen Revolution berichten. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Es wird simultan gedolmetscht.

Kulturelle Veranstaltungen begleiten den analytischen Diskurs: Dazu gehört die lange Filmnacht zur Thematik mit zahlreichen Dokumentationen und dem Spielfilm „8. Wonderland“, die in Kooperation mit ARTE und dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe am Samstag, 12. Februar, um 20 Uhr stattfindet. Am Sonntag, 13. Februar, zeigt die INSEL des Badischen Staatstheaters Karlsruhe um 20 Uhr eine szenische Lesung des Cyber-Dramas von Carlos Murillo „Dunkles Spiel oder Geschichten für Jungs“.

Die Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 11. Februar, ist ausgebucht! Sie ist jedoch live im Internet abrufbar unter www.zak.kit.edu.

Für die weiteren Veranstaltungspunkte ist eine Anmeldung erforderlich: per Telefon unter 0721 608 44384 oder im Internet unter www.zak.kit.edu.

Weitere Informationen und vollständiges Programm unter: www.zak.kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Anna Kwiatkowski
ZAK | Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und
Studium Generale
Tel.: +49 721 608-48027
Fax: +49 0721 608-44811
E-Mail: anna.kwiatkowski@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

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