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Kapillarmikroskopie in der Rheuma-Diagnostik: 1. Deutsches Expertenforum am Rheumazentrum der Kerckhoff-Klinik

12.12.2011
Rheumatologen, Dermatologen, Angiologen, Internisten und Hausärzte aus ganz Deutschland nahmen am 1. Expertenforum zu Kapillarmikroskopie im Rheuma-zentrum der Kerckhoff-Klinik teil. International renommierte Referenten aus Italien, Belgien und Deutschland informierten über neueste Erkenntnisse in der kapillarmikroskopischen Diagnostik rheumatischer Erkrankungen wie der Sklerodermie.

„Die Kapillarmikroskopie hat in der Diagnostik rheumatischer Erkrankungen in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Daher haben wir ein hochkarätig besetztes Expertengremium zusammengestellt, um die international verfügbaren wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse und Erfahrungen für unsere niedergelassenen Kollegen zusammenzustellen und diagnostische Möglichkeiten in der täglichen Praxis zu diskutieren“, erläutert Dr. Walter Hermann, Oberarzt in der Abteilung für Rheumatologie der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und Organisator des Expertenforums. Vor allem in der Diagnostik der Sklerodermie, einer rheumatische Bindegewebserkrankung, spiele die Kapillarmikroskopie eine herausragende Rolle, wie Herrmann betont: „Eine frühe Diagnose ist für Sklerodermie-Patienten wichtig, denn dann kann versucht werden, bereits frühzeitig Organschäden zu verringern.“


Die Referenten des 1. Expertenforums zu Kapillarmikroskopie in Bad Nauheim (v. r.):
Dr. Oliver Sander (Universitätsklinik Düsseldorf), Prof. Dr. Maurizio Cutolo (Universität Genua, Italien), Dr. Vanessa Smith (Universitätsklinik Genth, Belgien), Dr. Walter Hermann (Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim), Dr. Florian Meier (Kerckhoff-Klinik), Dr. Matthias Geyer (Kerckhoff-Klinik)

Mit der Kapillarmikroskopie werden die kleinsten Blutgefäße der Haut, die Kapillaren, mit einer speziellen lichtmikroskopischen Technik untersucht. Damit lassen sich krankheitsbedingte Schädigungen, die z. B. durch entzündliche Prozesse oder Veränderungen des Bindegewebes in Gefäßen ausgelöst werden können, beurteilen. Der Schweregrad der Erkrankung kann festlegt und genauere Prognosen beispielweise zu Hautschädigungen abgeben werden. „Zur Untersuchung dieser kleinsten Gefäße sind andere angiologische Methoden wie Ultraschall oder Doppler-Sonografie nicht geeignet. Hier bringt die Kapillarmikroskopie große Vorteile in der Diagnostk“, so Hermann weiter.

Die Einführung in das komplizierte Thema gab Hermann selber, der auch typische Befunde aus seiner täglichen Arbeit an der Kerckhoff-Klinik erläuterte.

Prof. Ulf Müller Ladner, Chefarzt der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik und Inhaber des Lehrstuhls Rheumatologie an der Universität Gießen, verschaffte den Teilnehmern einen Überblick über die neuesten Studien zur Sklerodermie. Als Vorsitzender der europäischen Sklerodermie-Forschungsorganisation EUSTAR (European Scleroderma Trial and Research Association) zählt er zu den führenden Wissenschaftlern für dieses Krankheitsbild in Europa.

Prof. Maurizio Cutolo von der Universität Genua, einer der international führenden Experten, designierter Präsident der EULAR (European League against Rheumatism) und Mitentwickler der Kapillarmikroskopie, beleuchtete den Einsatz des Verfahrens bei Patienten mit Sklerodermie und stellte die Zusammenhänge zwischen Grunderkrankung, Symptomen, Gefäßveränderungen und kapillarmikroskopischem Bild dar.

In weiteren Expertenbeiträgen wurden verschiedene Einsatzgebiete der Kapillarmikroskopie dargestellt und Optionen zur Interpretation diagnostischer Befunde diskutiert.

Um sich fit für die Praxis zu machen, konnten die mehr als 75 Teilnehmer in einem kapillarmikroskopischen Parcours unter Anleitung der Experten selbst ihre praktischen Fähigkeiten in der kapillarmikroskopischen Diagnostik an Patienten erproben.

Insgesamt war es die fünfte Großveranstaltung zur Kapillarmikroskopie an der Kerckhoff-Klinik, die in diesem Gebiet bundesweit als Zentrum anerkannt ist.
„Mit dem Konzept des Expertenforums, das in diesem Jahr erstmals angeboten wurde, wollten wir eine noch engere Verbindung zwischen Wissenschaft und Klinik schaffen. Das ist gelungen und aufgrund der großen Resonanz wollen wir dieses Konzept auch im kommenden Jahr umsetzen“, erläutert Hermann abschließend.

Pressekontakt:
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartnerin: Christiane Brandt
Tel.: 06032 / 996.2554
Fax: 06032 / 996.2436
E-Mail : c.brandt@kerckhoff-klinik.de
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Klinikkommunikation und Litigation PR
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Tel.: 0 641 / 480.99.40
Fax: 0 641 / 494.18.13
E-Mail : thuelen@t-online.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
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