Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jungfernflug der Schreiadler-Jungen: Auf Afrikareise ohne die Eltern

17.08.2015

Die Deutsche Wildtier Stiftung veranstaltet vom 4. – 6. September ein Schreiadlersymposium in Brandenburg

Der kleinste Adler Deutschlands macht sich jetzt auf die große Reise: Ende August startet der Schreiadler seinen Flug nach Südafrika, um dort zu überwintern. Es ist ein gefährlicher Trip; vor allem für die Jungvögel!

Denn die Adler-Eltern schicken den Nachwuchs ganz allein auf die erste Reise seines Lebens. Die Alten verlassen einfach den Adlerhorst – und lassen den Jungadler zurück. Dabei hat der Kleine gerade erst fliegen gelernt. Jetzt muss er seinen allerersten Flug absolvieren – und das gleich nach Afrika. Ihm steht eine 10.000 Kilometer lange, lebensgefährliche und kräftezehrende Strecke bevor.

„Bei der Überquerung der Länder des Nahen Ostens, aber auch schon im Süden der Türkei, sind Schreiadler der illegalen Jagd ausgesetzt“, sagt Dr. Andreas Kinser, Projektmanager der Deutschen Wildtier Stiftung. „Unsere Studien haben in den vergangenen Jahren leider gezeigt, dass drei von vier Jungadlern auf ihrer Afrikareise schon in den ersten Monaten ertrinken, verhungern oder abgeschossen werden.“ Das ist ein enormer Verlust, denn Schreiadler gehören mit nur noch 110 Brutpaaren zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Deutschland. Längst haben sie einen Stammplatz auf der Roten Liste.

„Schreiadler brauchen unsere Hilfe“, betont Andreas Kinser. Um die letzten ihrer Art vor dem Aussterben zu bewahren, treffen sich vom 4. bis 6. September über 100 Greifvogel-Experten und Naturschützer zum 2. Schreiadlersymposium der Deutschen Wildtier Stiftung, das in Zusammenarbeit mit dem EU-LIFE Projekt Schreiadler Schorfheide-Chorin in Brandenburg organisiert wird.

„Die Gründe für den Bestandsrückgang sind vielfältig: In Deutschland liegt es vor allem an Intensivierungen in der Land- und Forstwirtschaft“, sagt Kinser. In einem Modellprojekt, das durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, erprobt die Deutsche Wildtier Stiftung daher gemeinsam mit den Landbewirtschaftern, wie eine Schreiadler-freundliche Nutzung der Lebensräume in die Betriebe integriert werden kann.

Eine Sisyphos-Arbeit und zugleich eine große Herausforderung! Denn: „Schreiadlerschutz gibt es nicht zum Nulltarif! Wir brauchen ausreichend Mittel, um Grünland in den Lebensräumen zu erhalten oder neues Dauergrünland zu schaffen“, erklärt Andreas Kinser.

Dennoch: Wenn alles gut geht, kehren unsere seltenen Jungvögel Anfang April nächsten Jahres in eine noch Schreiadler-freundlichere Landschaft zurück.
Flieg vorsichtig, kleiner mutiger Adler!

Vom 04. bis 06. September 2015 findet das 2. Schreiadlersymposium der Deutschen Wildtier Stiftung in Zusammenarbeit mit dem EU-LIFE Projekt Schreiadler Schorfheide-Chorin in Chorin statt. Informationen finden Sie unter www.Schreiadler.org 

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Informationen:

Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie