Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jena präsentiert handliche Analysesysteme auf der internationalen MicroTAS Konferenz

28.10.2013
JenaWirtschaft präsentiert gemeinsam mit dem Institut für Photonische Technologien (IPHT) und der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena Erfolge des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Jena auf der MicroTAS 2013, die erstmalig in Deutschland stattfindet. MicroTAS ist die englische Abkürzung für Mikrototalanalysesysteme und beschreibt Analyse-Labore in Chip-Größe ("lab-on-a-chip").

Ob Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe oder Kartoffelfäule - überall da, wo Krankheitserreger schnell und zuverlässig identifiziert werden müssen, kann das gemeinsam am IPHT und dem Institut für Physikalische Chemie der FSU Jena unter Förderung des BMBF entwickelte Chip-System in wenigen Stunden helfen. Damit ist es bisherigen klassischen mikrobiologischen Analysen in punkto Schnelligkeit überlegen, denn diese brauchen ganze Tage.

„Der Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier ist nicht nur ein ethisch hohes Ziel, sondern hat auch eine große volkswirtschaftliche Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Popp, Wissenschaftlicher Direktor des IPHT. „Beim Ausbruch der Maul- und Klauenseuche 2001 in Großbritannien mussten mehr als vier Millionen Tiere getötet werden. Nur wenn die Erreger bekannt sind, ist eine gezielte Bekämpfung möglich.“

Ab Montag, den 28. Oktober sind die Forscher des IPHT gemeinsam mit Vertretern von Jena Wirtschaft auf der 17. internationalen Konferenz MicroTAS 2013 in Freiburg im Breisgau zu Gast. Bis zum 31. Oktober widmet sich die Veranstaltung dem Fokus „Miniaturisierte Systeme für Chemie und Life Science“. Seit 1998 hat sich die MicroTAS als Forum für die Präsentation von Forschungsergebnissen im Bereich der Mikrofluidik, Mikrofabrikation, Nanotechnologie sowie Detektionstechnologie etabliert. Mehr als 900 Teilnehmer aus aller Welt werden erwartet. An einem Gemeinschaftsstand präsentieren die Partner aus Jena den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Jena auf der renommierten Veranstaltung.

"Eines von Jenas wichtigsten Kompetenzfeldern ist der wissenschaftliche Gerätebau für die Lebenswissenschaften, speziell für die Analytik und Bioanalytik", betont JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke. „Die Umsetzung innovativer Ideen in marktfähige Produkte höchster Qualität haben viele der hier ansässigen Firmen zu international renommierten Akteuren innerhalb der Branche gemacht." Vor Ort informiere man deshalb zu Jenas Leistungsspektrum, speziell zu miniaturisierten Systemen der Analysetechnik. Die Teilnahme an der spezialisierten Konferenz gäbe die Möglichkeit, mit der Neuauflage des Branchenflyers "Analytik & Bioanalytik aus Jena" lokale Erfolgsgeschichten einem internationalen Fachpublikum vorzustellen, so Röpke.

Eine dieser Erfolgsgeschichten - microfluidic ChipShop GmbH - wird ebenfalls auf der MicroTAS vertreten sein; in Workshops werden die Lab-on-a-Chip-Systeme vorgestellt.

Pressekontakt für Rückfragen:
Ramona Scheiding, JenaWirtschaft, Tel. 03641 – 87 300 33,
E-Mail: ramona.scheiding@jena.de
Daniel Siegesmund, IPHT, Tel. 03641 - 206 024,
E-Mail: daniel.siegesmund@ipht-jena.de

Dr. Andreas Wolff | idw
Weitere Informationen:
http://www.jenawirtschaft.de
http://www.ipht-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise