Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Japanische und deutsche Krebsforscher in Hamburg

10.09.2009
Vom 17. bis 19. September treffen sich in Hamburg japanische und deutsche Krebsforscher zum "12th Japanese-German Cancer Workshop".

Wolfgang Deppert vom Heinrich-Pette-Institut ist der lokale Organisator des diesjährigen Meetings: "Dieses jedes zweite Jahr stattfindende Treffen bietet die einzigartige Gelegenheit, uns zu topaktuellen Themen der Krebsforschung intensiv auszutauschen und Kooperationen zu entwickeln."

Das insgesamt fünfköpfige deutsch-japanische Organisatorenteam setzt eine mehr als 20-jährige Tradition fort, an der auch das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Charité in Berlin, das Cancer Institute Tokyo und die Universität Kyoto aktiv beteiligt sind.

Der Teilnehmerkreis ist hochkarätig besetzt und bewusst interdisziplinär ausgerichtet. Wolfgang Deppert sieht insbesondere in diesem interdisziplinären Ansatz einen großen Gewinn: "Grundlagenforschern und Klinikern kommt gleichermaßen zugute, dass wir hier über den eigenen Tellerrand schauen und neue Techniken, Forschungsthemen und klinische Fragestellungen diskutieren". In diesem Jahr beschäftigen sich die Krebsexperten unter anderem mit einem erst kürzlich entdeckten Bestandteil von Zellen, den sogenannten microRNAs.

Wie beeinflussen diese microRNAs die Zellen und welche Rolle spielen sie bei der Entartung von Körperzellen? Das ist derzeit ein hochaktuelles Forschungsthema. Gleichermaßen aktuell ist die Frage, wie sich eine zuvor sesshafte Zelle zu einer mobilen und invasiven Zelle verändert, die dann im Körper streuen kann. Krebsforscher sind aber nicht nur an den molekularen Mechanismen interessiert, die zur Entstehung von Metastasen führen. Sie entwickeln immer bessere und genauere Bildgebende Verfahren, um auch kleinste Metastasen und Tumore darstellen zu können. Auch diesem Gebiet ist beim Japanisch-Deutschen Forschertreffen ein Vormittag gewidmet.

"Besonders stolz sind wir auf einen Veranstaltungsteil, den wir "from bedside to bench to bedside" nennen", betont Wolfgang Deppert. Hier diskutieren Kliniker und Forscher gemeinsam neue Strategien, Diagnoseverfahren und klinische Probleme - ein großer Gewinn für alle Beteiligten! Das Treffen wird traditionell mit besonderen Ehrenvorträgen international anerkannter Experten abgerundet- in diesem Jahr durch Hiroyuki Mano aus Tokio und Peter Friedl aus Nijmegen.

Zur Veranstaltung:
12th Japanese-German Cancer Workshop
16. - 19. September 2009
Veranstaltungsort:
Elsa-Brändström-Hause, Hamburg-Blankenese
Veranstalter vor Ort:
Prof. Dr. Wolfgang Deppert, Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie

Dr. Angela Homfeld | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise