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Jahrestagung der deutschsprachigen Onkologen im Spiegel von 75 Jahren

04.07.2012
In 100 Tagen beginnt die Jahrestagung 2012 der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie. Sie findet vom 19. bis 23. Oktober in Stuttgart statt.

Das wissenschaftliche Komitee unter der Leitung von Kongresspräsidentin 
Prof. Else Heidemann hat gemeinsam mit den Gremien der Fachgesellschaften ein umfangreiches Programm erstellt. 600 eingereichte Abstracts zeigen das hohe Interesse an der Veranstaltung. Neben der Präsentation neuer wissenschaftlicher Daten werden zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen und Expertenseminare angeboten. Insgesamt werden 4.500 Besucher in Stuttgart erwartet.

Die größte der drei veranstaltenden Fachgesellschaften, die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V., feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Seit Jahrzehnten forschen Mediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit Naturwissenschaftlern an den Grundlagen neuer Therapien zur Behandlung von Krebs und bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Aktuell ist die Krebstherapie in einem radikalen Umbruch. Aus der Grundlagenforschung kommen zahlreiche neue Medikamente, die Krebs gezielt behandeln. Die Kongresspräsidentin Prof. Else Heidemann und das Wissenschaftliche Komitee aus den Zentren in Stuttgart, Tübingen und Ulm machen dies zum zentralen Thema des diesjährigen Treffens der deutschsprachigen Hämatologen und Onkologen. In vielen Beiträgen werden neueste Forschungsergebnisse vorgestellt, auch aus den Sonderforschungsbereichen und Förderschwerpunkten.

Am Samstag, den 20. Oktober ab 10 Uhr, wird mit einer hochkarätig besetzten Plenarsitzung die Bedeutung der Stammzellforschung für die Onkologie in den Fokus gerückt. Das Präsidium konnte Prof. Karl Lenhard Rudolph für einen Vortrag über „Alternde Stammzellen“ gewinnen. Rudolph, der derzeit noch das Institut für Molekulare Medizin der Universität Ulm leitet und Ende des Jahres die Leitung des Leibniz-Instituts für Altersforschung in Jena (Fritz-Lippmann-Institut) übernimmt, forscht seit Jahren zur Bedeutung von Stammzellen bei Erwachsenen in der regelmäßigen Regeneration von Gewebe. Alternde Stammzellen führen dabei zu einem Funktionsverlust bei Gewebe, das sich nicht mehr ausreichend regenerieren kann. Dies erhöht das Risiko von Entartungen wie Alterskrebs. Das Verständnis des Alterungsprozesses ist zentral für die Krebsprävention der Zukunft.

Als zweiter Referent in dieser Sitzung konnte Ravi Majeti, MD, PhD Assistant Professor aus Stanford gewonnen werden. Er arbeitet erfolgreich an der molekularen Charakterisierung der Akuten Myeloischen Leukämie und ist beteiligt an der Entwicklung von neuen therapeutischen monoklonalen Antikörpern zur Behandlung dieser Erkrankung des blutbildenden Systems. Seine Arbeit ist vielversprechend für zukünftige Leukämietherapien. 


Mit den Anfängen der Onkologie in Deutschland beschäftigt sich eine Sitzung 
zur 75-jährigen Geschichte der Fachgesellschaft am Sonntag, den 21. Oktober ab 12 Uhr. Das Berliner Krebsinstitut, die Anfänge der Fachgesellschaft sowie ihre wechselhafte Geschichte in Ost und West bilden die Schwerpunkte dieser Sitzung. In einer daran anknüpfenden Sitzung werden ab 14 Uhr wegweisende Beiträge deutscher Hämatologen der jüngeren Vergangenheit gewürdigt.
Innovative Ideen und deren Transfer in den Behandlungsalltag werden in Poster-Sessions, Symposien, Fortbildungen und Expertenseminaren diskutiert. Ein „Marktplatz“ stellt aktuelle Angebote vor, wie zum Beispiel Möglichkeiten zur Förderung der Behandlung Heranwachsender und junger Erwachsener (AYA), zur Rehabilitation (REHA) oder auch zur Forschung (Verbundprojekte).

Im Rahmen der Jahrestagung 2012 in Stuttgart findet am Samstag, den 20. und Sonntag, den 21. Oktober eine spezielle Tagung zur „Pflege in der Onkologie" statt. Die Veranstaltung ist ebenfalls im ICS Internationales Congresscenter auf dem Gelände der Landesmesse Stuttgart. Die Programmgestaltung der Pflegetagung erfolgte durch den DGHO Arbeitskreis Pflege in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft hämato-onkologischer Pflegepersonen in Österreich (AHOP) und der Onkologiepflege Schweiz. Neu in diesem Jahr sind interdisziplinäre Sessions, in denen Mediziner und Krankenpfleger gemeinsame Themen diskutieren.

Für Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und Interessierte wird am Samstag, den 20. Oktober im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg in Stuttgart ein Informationstag zum Thema „Alltag mit Krebs“ veranstaltet, zu dem verschiedene Selbsthilfegruppen ein informatives und umfangreiches Programm zusammengestellt haben.

Anmeldung und Programmdetails zur Jahrestagung 2012 sowie zum Patiententag und zur Pflegetagung finden Sie unter: http://www.haematologie-onkologie-2012.de

Mirjam Renz | idw
Weitere Informationen:
http://www.haematologie-onkologie-2012.de/

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