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Die italienische Gesellschaft für Ökologie hält Kongress in Bozen

15.09.2009
300 Ökologen aus ganz Italien treffen sich vom 15. bis zum 18. September an der Europäischen Akadmie Bozen (EURAC) zum Kongress der italienischen Gesellschaft für Ökologie.

Zum ersten Mal in ihrem 30-jährigen Bestehen hat die größte italienische Organisation im Bereich Ökologie die Stadt Bozen als Veranstaltungsort für ihre Jahrestagung gewählt und organisiert den XIX. Kongress in Zusammenarbeit mit dem EURAC-Institut für Alpine Umwelt.

"Wir sind stolz darauf diese Veranstaltung an die EURAC geholt zu haben, denn bis dato fand der Kongress fast ausschließlich an Universitäten mit einem besonderem Schwerpunkt in Ökologie statt", sagt Werner Stuflesser, Präsident der EURAC.

Zusammen mit der Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und dem Agrarinstitut in San Michele all'Adige hat das EURAC-Institut für Alpine Umwelt das viertägige Programm gestaltet. "Unser wissenschaftlicher Beitrag zum Kongress konzentriert sich vor allem auf die Themen der Forschungstätigkeiten an unserem Institut: Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltqualität", erklärt Roberta Bottarin, Koordinatorin des EURAC-Instituts für Alpine Umwelt. Zusammen mit Ulrike Tappeiner, der Leiterin des EURAC-Instituts für Alpine Umwelt, ist Roberta Bottarin Mitglied im wissenschaftlichen Komitee des Kongresses.

Das Leitthema der diesjährigen Ausgabe ist die Bedeutung der zeitlichen und räumlichen Dimension in der Erforschung von Ökosystemen. Zeit und Raum beeinflussen wesentlich alle Forschungsergebnisse der Ökologie. Es sind Parameter, die bei der Datenauswertung unbedingt beachtet werden müssen. So ist etwa das Aussterben einer Art an und für sich kein alarmierendes Ereignis, doch es kann eines sein, wenn dies in kürzester Zeit geschieht. Dasselbe gilt auch für die räumliche Dimension: betrachtet man die Auswirkungen des Klimawandels nur auf Südtirol so können dessen Ergebnisse sich deutlich von jenen weltweit unterscheiden.

Am Kongress nehmen unter anderem auch international renommierte Forscher teil: Christian Körner von der Universität Basel geht in seinem Beitrag auf die Auswirkungen des globalen Wandels auf die alpinen Ökosysteme ein. Ferdinando Boero, von der Universität Lecce, hält einen Vortrag anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin.

Im Rahmen der Tagung findet am Mittwoch, ab 18 Uhr, im Auditorium der EURAC ein öffentlich zugänglicher Runder Tisch zum Thema Wissenschaftskommunikation statt. Italienische Wissenschaftsjournalisten diskutieren mit den bekanntesten italienischen Ökologen über das Verhältnis von Medien und Wissenschaft.

Der Kongress wird gefördert durch das Land Südtirol, die Landesagentur für Umwelt der Autonomen Provinz Bozen Südtirol, die Stiftung Südtiroler Sparkasse, die Gemeinde Bozen und die Export Organisation Südtirol.

Stefanie Gius | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurac.edu

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