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Internet Rules! Wer regelt das Netz?

17.02.2016

+++Mehrere hundert internationale Netzforscher, Aktivisten und Künstler werden im Herbst bei der 17. Internetkonferenz AoIR in Berlin das Thema “Internet Rules!” diskutieren.

+++Ab sofort können wissenschaftliche sowie unkonventionelle Paper und Veranstaltungsideen in englischer Sprache bis zum 01. März 2016 unter http://www.aoir.org eingereicht werden.

Die transdisziplinäre Internetkonferenz der Association of Internet Researchers (AoIR) findet am 5. - 8. Oktober 2016 an der Humboldt-Universität Berlin statt. Die AoIR lebt von einem vielseitigen Programm, das durch Forscher aus der ganzen Welt gestaltet wird.


Internetkonferenz AoIR 2016 in Berlin

Foto: hiig.de, BY-SA 3.0 de

Ab sofort sind Forscher, Aktivisten, Künstler und alle anderen Interessierten eingeladen, Einzelbeiträge sowie Panels, Workshops, Roundtables, Fishbowls und andere wissenschaftliche oder experimentelle Events über http://www.aoir.org einzureichen.

In diesem Jahr konnte die Tagung durch das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung nach Deutschland geholt werden, welche die nunmehr 17. AoIR Konferenz ausrichten.

Eröffnet wird die AoIR mit einem Plenarvortrag von José van Dijck, Präsidentin der Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW) und frühere Dekanin der Universität Amsterdam. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen “Mediated Memory in the Digital Age” und “The Culture of Connectivity. A Critical History of Social Media”.

In diesem Jahr widmet sich die AoIR schwerpunktmäßig der Regulierung des Internets auf unterschiedlichen konzeptuellen Ebenen. Das Konferenz-Thema “Internet Rules!” stellt die Rolle der technischen, sozialen, politischen und kulturellen Regeln und Codes, die das Internet gestalten, ins Zentrum des Interesses.

Dabei geht es um die Frage, welche gesellschaftlichen Kräfte im Internet über Gestaltungsmacht verfügen, und welche Ziele sie verfolgen. Ebenso wichtig ist das Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure, die Regeln einerseits aufstellen und andererseits spielerisch unterwandern.

Das Auswahlkomitee ermutigt ganz besonders Nachwuchsforscher(innen) und andere, die in diesem Feld tätig sind und bisher noch nicht an dieser Tagung teilgenommen haben, Beiträge einzureichen. Besonders willkommen sind Beiträge, die das Konferenzthema auf innovative Art und Weise aufgreifen.

Themengebiete für Einreichungen zur Konferenz sind unter anderem:

- Regelung, Governance und Koordination
- Medien, Kultur und Identität
- (H)acktivismus und soziale Gerechtigkeit
- Kritische Ansätze zu Algorithmen und Plattformforschung
- Internet of Things
- techno-soziale Interfaces
- Digitale Arbeit, Crowdsourcing und Co-Creation
- Internet Governance und Regulierung
- (globale) Soziale Medien
- Kommunikation, Partizipation und Polarisierung Online
- Philosophie der Information und des Wissens

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die dynamische Beziehung zwischen Internet und Gesellschaft. Eine zunehmende Bedeutung gewinnt die Herausbildung digitaler Infrastrukturen und ihre Verflechtung mit verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis des Zusammenspiels zwischen sozio-kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und technischen Normen im Digitalisierungsprozess zu erlangen.

Hans-Bredow-Institut

Medienvermittelte öffentliche Kommunikation – das ist das Forschungsgebiet des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung. Die Medien prägen heute mehr denn je den Alltag, die Politik, die Wirtschaft und die Kultur. Kernziel der Forschung des Instituts ist es, diese Einflüsse der Medien zu verstehen, Entwicklungen und Risiken abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln.

Pressekontakt:

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
Jana Schudrowitz | Französische Straße 9 | 10117 Berlin | +49 30 209 334 90 | jana.schudrowitz@hiig.de

Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
Christiane Matzen | Rothenbaumchaussee 36 | 20148 Hamburg | +49 40 45021741 | c.matzen@hans-bredow-institut.de

Weitere Informationen:

http://www.aoir.org

Jenny Fadranski | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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