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Internationales Forschungssymposium zur Zivilgesellschaft an der Zeppelin Universität

04.08.2014

Das „Civil Society Center“ (CiSoC) der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen veranstaltet unter Leitung von Dr. Ramona Kordesch und Prof. Dr. Stephan A. Jansen am Samstag, 13. September, ab 12.30 Uhr ein internationales Forschungssymposium zum Thema „Was ist Zivilgesellschaft?“. Dazu haben sich namhafte nationale wie internationale Wissenschaftler als Referenten angemeldet.

Das Symposium wird das noch unscharfe Konzept von Zivilgesellschaft genauer ausleuchten, das zunehmend auch die politischen Diskurse prägt. Sind Bürgerinitiativen und Protestierende gegen Infrastrukturprojekte wie „Stuttgart 21“ die Zivilgesellschaft oder die Mehrheit der Stuttgarter Bevölkerung, die im Referendum für den Weiterbau stimmte?

Ist Greenpeace Teil der Zivilgesellschaft – eine funktionärsgeführte, multinationale Großorganisation ohne Verankerung in einem spezifischen sozialen Zusammenhang?

Das mittelständische Unternehmen am Ort, das das lokale gesellschaftliche Leben strukturiert und überhaupt erst ermöglicht, aber nicht? Was machen die Kirche und die Wohlfahrtsorganisationen und die jungen Sozialunternehmen anders als der Sozialstaat? Ist die organisierte Nachbarschaftshilfe Teil der Zivilgesellschaft, die Familie aber nicht?

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen möchten die Referenten die aus der Zivilgesellschaftsforschung resultierenden theoretischen wie methodischen Herausforderungen diskutieren. Geschehen wird dies anhand einer multisektoralen und interdisziplinären Perspektive auf Zivilgesellschaft mit Blick auf drei große gesellschaftliche Bereiche: das staatliche Handeln, die Märkten und die Religionen.

Referenten sind unter anderen Jürgen Kocka, Sozialhistoriker und emeritierter Professor an der Freien Universität Berlin, Anthony O´Hear, Professor für Philosophie an der Universität Buckingham und Direktor des „Royal Institute Philosophy“ in London, ZU-Gründungspräsident Stephan A. Jansen, Ottmar Fuchs, Professor für Praktische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen, und der Berliner Publizist, Politikwissenschaftler und Historiker Rupert Graf Strachwitz.

Die Key-Note mit anschließender Podiumsdiskussion wird vom renommierten englischen Politikwissenschaftler, Philosophen, Theologen und Direktor des Londoner Think-Tanks „ResPublica“, Phillip Blond, gehalten.

An das Forschungssymposium schließt direkt das traditionelle Sommerfest der ZU an.

Weitere Informationen: http://www.zu.de/symposium2014   

Anmeldung: symposium2014@zeppelin-university.net

Rainer Böhme | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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