Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Frauentag

05.03.2010
Frauen in Grundsicherung: Alleingelassene Alleinerziehende?

Dass es Alleinerziehende auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben, ist bekannt und wird regelmäßig durch die Forschung bestätigt. Es gilt, dies nicht nur zu beschreiben, sondern Lösungsansätze anzubieten.

Im Bereich der Grundsicherung steht die Gruppe der Alleinerziehenden im besonderen Blickpunkt. Alleinerziehende nicht alleine lassen, sondern Möglichkeiten suchen, um ihnen den Weg zurück in die Arbeitswelt zu ermöglichen.

"Wir haben derzeit 645.000 Alleinerziehende in der Grundsicherung. Das bedeutet, 42 Prozent aller Alleinerziehenden in Deutschland sind auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Das ist natürlich auch den Rahmenbedingungen geschuldet. Die Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren liegt bei rund 18 Prozent. Sucht man eine Betreuungsmöglichkeit von über 7 Stunden, um zum Beispiel eine Vollzeitbeschäftigung aufnehmen zu können, liegt die Betreuungsquote nur noch bei rund 8 Prozent. Wir haben zu wenige Angebote an Teilzeitarbeitsplätzen. 40 Prozent der Alleinerziehenden suchen eine Teilzeitstelle", so Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung bei der Bundesagentur für Arbeit.

Das Rezept für mehr Chancen für Alleinerziehende erscheint auf den ersten Blick einfach - mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten und mehr flexible Arbeitsangebote. Dafür braucht es aber das Zusammenwirken von verschiedensten Akteuren. "Ich weiß das Thema Alleinerziehende bei den Jobcentern in guten Händen. Aber wir können das Problem nur in guten Netzwerken lösen", meint Alt.

Dass sich die Jobcenter intensiv um Alleinerziehende kümmern, zeigt die Umsetzung des Ideenwettbewerbs "Gute Arbeit für Alleinerziehende", zu dem das Arbeitsministerium im vergangenen Jahr aufgerufen hat. Bundesweit sind 69 Projekte erfolgversprechend gestartet. Durch den Ausbau und die Förderung von regionalen Netzwerken aus Arbeitgebern, Kommunen, Betreuungseinrichtungen, Mehrgenerationshäusern, Familienzentren, Verkehrsunternehmen oder familienfördernden Bündnissen, sollen vor allem Frauen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie die Herausforderungen des familiären und beruflichen Alltags in Einklang bringen können. Mit Kindereinrichtungen oder mit Tagesmüttern und -vätern werden Kinderbetreuungsmöglichkeiten arrangiert, die Alleinerziehenden auch die Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung ermöglichen sollen. Zusammen mit Vertretern der Wirtschaft wird nach geeigneten Arbeitsstellen gesucht, die eine innovative, unkonventionelle und zeitlich flexible Arbeit, zum Beispiel in Teilzeit oder als Telearbeit ermöglichen.

Qualifizierungsmaßnahmen werden gezielt auf die Bedürfnisse von Alleinerziehenden zugeschnitten.

"Von den Projekten erwarten wir uns vor allem erfolgreiche Strategien, die wir dann auch bundesweit umsetzen können."

Alleingelassene Alleinerziehende? "Nein", lautet die knappe Antwort von Alt.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsagentur.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise