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Internationale Energiespeicherkonferenz

28.11.2010 - 28.11.2011
„Keine Energiewende ohne Energiespeicherung. Rechtlicher Rahmen überfällig!“
Weltweite Beachtung für IRES

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Drei Tage lang ging es im Berliner Congress Center um die Lösung drängender Probleme rund um die Energiespeicherung. Über 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt machen die sechste Auflage der International Renewable Energy Storage Conference (IRES) zum inzwischen weltweit größten „Branchentreffen“ für Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft.


„Die Speicherung von Energie ist der Schlüssel zur künftigen Nutzung regenerativer Quellen – und somit entscheidend für das Gelingen der eingeleiteten Energiewende“, erklärte Irm Pontenagel, Geschäftführerin von Eurosolar, die in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW und zahlreicher weiterer namhafter Unterstützer Gastgeber dieses weltweit bedeutendsten Forum rund um die Speichertechnologien von Morgen ist.

Experten aus dem In- und Ausland diskutierten über nahezu sämtliche Facetten der Speicherung aus regenerativen Quellen erzeugter Energie, die technischen Möglichkeiten, Entwicklungsfortschritte bis zur Markteinführung einzelner Systeme. „Eine beschleunigte Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energiequellen ist heute gesellschaftlicher Konsens. Es gilt nun jene anzuspornen, die daran arbeiten, die vorhandenen Speichertechnologien marktfähig zu machen, um der Tatsache, dass Wind nicht ununterbrochen weht oder Sonnenlicht nicht ständig in der gleichen Intensität zur Verfügung steht, Rechnung zu tragen. Eine rechtliche Verankerung der Energiespeicherung durch die Bundesregierung ist überfällig“, forderte Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Tagung zeigte, wie vielfältig die technischen Möglichkeiten inzwischen sind: Speicher können z.B. auch den Wirkungsgrad von Kraftwerken erhöhen. Eine mögliche Technologie ist die adiabatische Druckluftspeicherung, bei der die Wärme, die bei der Komprimierung der Luft entsteht, in einem Wärmespeicher gespeichert wird und die Luft bei der Entspannung wieder erhitzt.
„Die ökonomisch günstigste Form der Energiespeicherung ist derzeit die Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken. Allerdings ist das Ausbaupotenzial von Pumpspeicherwerken begrenzt und die Planungs- und Betriebszeiten sind sehr lang. Entsprechend schwierig ist es für Unternehmen, das wirtschaftliche Risiko abzuschätzen.“, so Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Tatsächlich bereitet es Schwierigkeiten, wirtschaftlich arbeitende neue Speichersysteme in den Markt zu bringen. „Gründe dafür sind zum Einen die hohen Kosten der neuen Technologien, die erst durch Massenproduktion billiger werden. Zum Anderen liegt das am bislang kaum gestiegenen Bedarf für Speicherdienstleistungen im Stromnetz.

Noch kann der flexible Kraftwerkspark den Ausgleich realisieren. Aber bei dem jetzt kommenden weiteren erheblichen Anstieg des Anteils fluktuierender erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wird der Speicherbedarf für eine effiziente und sichere Energieversorgung spürbar zunehmen und technisch dringend notwendig werden“, erläutert Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) an der RWTH Aachen, dem wissenschaftlichen Leiter der Tagung. Bis Effekte der Economie of scale zu marktfähigen Preisen führen, bestehe die Möglichkeit, durch Demonstrations- und Markteinführungsprogramme – wie bei den erneuerbaren Energien – den Markt anzuschieben.

„Vor allem im Bereich der Speicher, die Energie über mehrere Tage speichern sollen, bieten sich neben großen Pumpspeichern, die nur in Skandinavien im großen Umfang realisierbar wären, die großen chemischen Speicher mit Wasserstoff oder dem daraus erzeugten Methan an“, blickt Schneider in die Zukunft.

Irm Pontenagel: „Wenn wir Deutschland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen wollen, bedarf es einer großen Bandbreite von Speichertechnologien und -Lösungen zur Deckung der benötigten
Speicherkapazitäten, wie sie auch im Rahmen der IRES vorgestellt werden". Abgerundet wurde die Konferenz mit einer Exkursion zum Unternehmen Heliocentris, einem Spezialisten für autonome Energieversorgungssysteme, sowie einem Fachseminar zum Thema Kosten und Märkte von Speicherlösungen.

Weitere Informationen:
Valentin Hollain;
Projektleiter IRES 2011; EUROSOLAR e.V.;
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
Kaiser-Friedrich-Straße 11; D-53113 Bonn
Tel. 0228 / 2891446 und 362373; Mobil: 0163-7682018
Fax 0228 / 361279 und 361213
mailto:IRES@eurosolar.de

Dr. Joachim Frielingsdorf | Quelle: EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de
www.eurosolar.org

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