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Internationale Umweltsoziologen diskutieren über Öko-Innovationen

03.11.2011
Inwieweit sind Menschen bereit, neue umweltschonende Techniken auch in ihren Alltag langfristig zu übernehmen?

Wissenschaft und Technik spielen eine immer größere Rolle, wenn es um Öko-Innovationen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft geht. Doch bisher haben Soziologinnen und Soziologen wenig darüber diskutiert, was nachhaltige Innovationen jenseits der technischen Neuerungen für den Einzelnen bedeuten.

Dies wollen sie nun bei der dritten Konferenz der Umweltsoziologie nachholen, die vom 16. bis 18. November an der Goethe-Universität stattfinden wird.

Über 70 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden zu dieser Tagung der Sektion Umweltsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie auf dem Campus Westend (Casino Raum 1.801) erwartet.

Kooperationspartner sind der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität, vertreten durch Prof. Birgit Blättel-Mink, und das Institut für Sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt. Das Thema des „3rd German Environmental Sociology Summit“ lautet „Innovation and Sustainability: Beyond Technology“.

Wenn nachhaltige Innovationen erfolgreich eingeführt werden sollen, müssen auch neue Erkenntnisse über soziale und kulturelle Handlungsmuster berücksichtigt werden. Die Umweltsoziologin Birgit Blättel-Mink nennt dazu ein Beispiel: „Ob die umweltschonendere Elektromobilität sich durchsetzt, hängt nicht allein von der technischen Machbarkeit ab, sondern auch von der individuellen Bereitschaft, sich umzustellen. In Deutschland spielen dabei die Bequemlichkeit und das Statusdenken eine besondere Rolle.

Einfach ausgedrückt: ‚Wieweit komme ich mit dem Elektroauto, schränkt mich das in meinem Radius zu sehr ein? Will ich wirklich auf mein repräsentatives Auto verzichten?‘“ Auf derartige Alltagspraktiken im Kontext von Nachhaltigkeit und Innovation legt die Tagung einen besonderen Fokus. Dabei geht es beispielsweise auch darum, ob umweltbezogene Neuerungen in Großstädten anders angenommen werden als im ländlichen Raum oder wie Lebensstil, Umweltbewusstsein und persönliches Verhalten zusammenhängen.

Als Keynote Speaker wurden gewonnen: Prof. Michele Micheletti (Stockholm University, Sweden), Prof. Harvey Molotch (New York University, USA), Prof. Thomas Dietz (Michigan State University, East Lansing, USA) sowie Prof. Fred Steward (Univ. of Westminster, London).

Informationen: Prof. Birgit Blättel-Mink, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse, Tel. 069 798 22055/22542, b.blaettel-mink@soz.uni-frankfurt.de, http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/gess#12884

Ulrike Jaspers | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-frankfurt.de
http://www.gesellschaftswissenschaften.uni-frankfurt.de/index.pl/gess#12884

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