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Internationale Tagung zu Lebens- und Ablagerungsräumen vergangener Zeiten

17.07.2014

Vom 21. bis zum 27. Juli findet in Freiberg im Bereich der Paläontologie der TU Bergakademie Freiberg eine internationale Tagung mit hochrangigen Fachleuten aus 14 Ländern statt.

Unter dem Titel „International Field Meeting on Carboniferous and Permian Non-Marine – Marine Correlation“ wird es neben zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen auch Exkursionen zu bedeutenden tschechischen und deutschen Geländeaufschlüssen geben.

Im Rahmen der Tagung wird Prof. Jörg W. Schneider in den Ruhestand verabschiedet, der bislang den Lehrstuhl Paläontologie und Stratigraphie innehatte. Nach mehr als 40 Jahren endet nun seine offizielle Tätigkeit an der Bergakademie. Doch wer Prof. Schneider kennt, der weiß, ganz zur Ruhe setzen wird er sich so schnell nicht.

„Wir freuen uns sehr, dass wir uns von unserem Kollegen, der die Entwicklung der Paläontologie und der Geowissenschaften in Freiberg so nachhaltig prägte, in einem derartig bedeutenden Rahmen würdig verabschieden können“, betont Prof. Olaf Elicki aus dem Bereich Mikropaläontologie und Paläoökologie der TU.

Prof. Schneider zu Ehren beschäftigt sich die Konferenz schwerpunktmäßig mit einem seiner Lieblingsthemen – der Stratigraphie. Dieses Forschungsgebiet beschäftigt sich mit der zeitlichen Einordnung geologischer Ablagerungen und Prozesse.

Dabei werden die Erdschichten anhand von Fossilien und verschiedenen anderen Analyseverfahren datiert und Aussagen über Zeitpunkt und –dauer ihrer Entstehung getroffen. Auf der Konferenz werden speziell die Schichten zwischen Karbon und Trias (vor etwa 359 bis 201 Millionen Jahren) thematisiert.

Die wissenschaftlichen Vorträge am Montag und Dienstag werden zugleich mit einem Arbeitstreffen im internationalen Expertenkreis verbunden. Rund 80 Teilnehmer werden in Freiberg erwartet. Ab Mittwoch starten Exkursionen ins deutsch-tschechische Grenzgebiet. Dort werden geologische Geländeaufschlüsse untersucht, die für diese Zeit von überregionaler bis globaler Bedeutung sind.

Prof. Jörg W. Schneider studierte von 1968 bis 1972 Geowissenschaften an der Bergakademie Freiberg. Anschließend blieb er als wissenschaftlicher Assistent an der Bergakademie, 1977 promovierte und 1981 habilitierte er hier.

Seit 1987 ist Jörg W. Schneider Professor in Freiberg. Seine wissenschaftliche Expertise im Bereich der Paläontologie und Stratigraphie hat das Institut in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt. Zahlreiche internationale Projekte zur Karbon- bis Trias Stratigrapahie auf allen Erdteilen einschließlich der Antarktis krönen das Schaffen von Prof. Schneider.

Weitere Informationen:

http://tu-freiberg.de/geo/palaeo/schneidj/cpc-2014

Madlen Domaschke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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