Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Tagung für Nuklearmedizin in Bregenz

04.03.2011
Vom 13. bis 16. April findet die NuklearMedizin 2011 als gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin im Festspielhaus Bregenz am Bodensee statt.

In bewährter Weise bietet die Kombination aus Kongress - für den international renommierte Referenten gewonnen werden konnten - einem interaktiven Fortbildungsprogramm sowie einer großen, branchenspezifischen Industrieausstellung eine ideale Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Weiterbildung. Damit zählt die Dreiländertagung zu den international bedeutendsten und größten Tagungen für Nuklearmedizin.

Ein Schwerpunkt des Kongresses liegt bei den Neuentwicklungen im Bereich der nuklearmedizinischen Technologie. So kann die bereits etablierte Positronen-Emissions-Tomographie (PET) - ein nuklearmedizinisches, bildgebendes Diagnoseverfahren - entscheidende Hinweise darauf geben, ob Gewebeknoten gut- oder bösartig sind oder wie sich eine Tumorerkrankung ausgebreitet hat. Dem Patienten werden hierfür winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe (so genannte Tracer) verabreicht, deren unterschiedliche Verteilung in den Körperzellen dann sichtbar gemacht wird. Die neuere Möglichkeit der Kombination dieser PET-Untersuchung mit der in der Röntgendiagnostik verwendeten Computertomographie (CT) und auch mit der Magnetresonanztomographie (MRT) ergänzt diese Untersuchungsmethode nun hervorragend und lässt die Ergebnisse immer präziser werden. Mittlerweile können durch solche nuklearmedizinische Untersuchungen nicht nur Krebserkrankungen frühzeitig diagnostiziert, sondern auch im Bereich der Psychiatrie Krankheitsverläufe und sogar Emotionen erklärt und auf diese Weise viel über die Ursachen psychischer Erkrankungen gelernt werden.

Der breiten Öffentlichkeit soll auf der Dreiländertagung auch der immense Nutzen der Nuklearmedizin in der Kardiologie nahegebracht werden. Die Herzdurchblutungs-Szintigraphie, eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode der Blutversorgung des Herzmuskels, wird im Vergleich zum amerikanischen Raum in Europa immer noch deutlich seltener eingesetzt. Aus diesem Grund wird im Rahmen des Kongresses ein weiterer Schwerpunkt auf die Herz-Kreislaufdiagnostik gelegt. Die Patienten profitieren hier von den wenig belastenden nuklearmedizinischen Untersuchungen. Ohne einen Eingriff in den Körper kann durch sie festgestellt werden, ob die bedeutend risikoreichere und daher problematischere Untersuchung mittels Herzkatheter überhaupt erforderlich ist. Die Herzdurchblutungs-Szintigraphie liefert zudem auch ausgezeichnete Ergebnisse über Funktion und Zustand des Herzmuskels und ermöglicht Prognosen zum Infarktrisiko des Patienten.

Die Diagnostik und Therapie gutartiger und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen wird im Rahmen der NuklearMedizin 2011 als ein weiterer Schwerpunkt ausführlich thematisiert. Bei diesen Erkrankungen übernimmt die Nuklearmedizin praktisch die gesamte Diagnose und auch Therapie mit Ausnahme der Operation. Relevant wird dies insbesondere bei den in unseren Ländern nahezu als Volkskrankheit zu bezeichnenden Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfe), die durch den noch gegen Ende des 20. Jahrhunderts bestehenden Jodmangel ausgelöst werden. Wichtig ist die Nuklearmedizin vor allem auch für jene Patienten, die an dem immer häufiger werdenden Schilddrüsenkarzinom leiden. Hier ermöglicht sie, Schilddrüsentumore in früheren Stadien zu erkennen, zu behandeln und so die Sterblichkeit deutlich zu senken.

Der Dreiländertagung wird am 13. April 2011 ein Vorkongress-Symposium zum Thema „Nuklearmedizinische Bildgebung für pharmakologische und klinische Studien“ vorangehen. Ein internationaler Workshop zum “Preclinical Imaging in Small Laboratory Animals” findet vom 11. bis 14. April 2011 teilweise kongressbegleitend statt.

Der Kongress NuklearMedizin 2011 ist in erster Linie ein Forum für den Austausch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse. Die Industrieausstellung, auf der nationale und internationale Hersteller den aktuellen Stand ihrer Entwicklungen präsentieren, ist zentraler Bestandteil der Tagung. Dabei soll an der Schnittstelle zwischen institutioneller Forschung und den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen der Anstoß für neue Forschungs- und Entwicklungsideen gegeben werden.

Sämtliche Informationen zur NuklearMedizin 2011 stehen auf der Kongresshomepage http://www.nuklearmedizin2011.eu zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de
www.nuklearmedizin.de
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin2011.eu/
- Kongresshomepage der NuklearMedizin 2011
http://www.nuklearmedizin.de/
- Homepage der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
http://www.ogn.at/
- Homepage der Österreichischen Gesellschaft für Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung
http://www.nuklearmedizin.ch/
- Homepage der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin

Stefanie Neu | idw
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin2011.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen
20.01.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

nachricht Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens
19.01.2017 | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise