Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Tagung am HPI will weltweit die Datenqualität verbessern

20.08.2009
Rund 150 IT-Experten aus aller Welt treffen sich Anfang November im Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI), um darüber zu beraten, wie die Qualität von elektronisch verarbeiteten Daten und Informationen verbessert werden kann.

Unter der Leitung von Prof. Felix Naumann, Leiter des HPI-Fachgebiets Informationssysteme, werden auf der ICIQ, der International Conference on Information Quality, am 7. und 8. November die neuesten Forschungsergebnisse und technischen Entwicklungen für die Bereinigung von Daten vorgestellt.

Es ist die 14. wissenschaftliche Konferenz ihrer Art und die erste, die außerhalb des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit Sitz in Cambridge/USA stattfindet.

Zu den Hauptreferenten in Potsdam wird neben MIT-Professor Richard Wang, dem internationalen Vorreiter auf dem Gebiet der Informationsqualität, auch Jeff Jonas gehören. Der Chef-Wissenschaftler von IBM Entity Analytics ist vor allem bekannt geworden mit neuartiger Software zur Analyse von Verbindungen zwischen Personen. Sie wird weltweit zum Beispiel in der Terrorabwehr und beim Schutz von Casinos vor Spielbetrügern eingesetzt. Jonas entwickelte zudem innovative Verschlüsselungstechniken, die personenbezogene Daten anonymisieren und dennoch Analysen erlauben.

"Wir freuen uns, dass für die etablierte Konferenz, die bisher immer nur am MIT stattfand, ausgerechnet unser Hasso-Plattner-Institut als erster externer Ort ausgesucht wurde. Dies ist auch eine internationale Anerkennung der von Prof. Naumann am HPI geleisteten Arbeit", betonte Institutsleiter Prof. Christoph Meinel. Naumann selbst hob hervor, dass weltweit in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft immer mehr Informationen in großen Datenbanken gespeichert werden, um sie nach definierten Kriterien auszuwerten, miteinander zu verknüpfen und gezielt zu nutzen. Je größer die Datenmengen und je vielfältiger die Informationsquellen, desto wichtiger sei es, für eine hohe Qualität der gespeicherten Informationen zu sorgen.

"Schlechte Informationsqualität, die nicht rechtzeitig erkannt und beseitigt wird, kann negative wirtschaftliche Folgen haben", warnte der Potsdamer Wissenschaftler. Beispielsweise würden dann Flugreservierungen aufgrund falsch geschriebener Namen nicht gefunden, Kataloge mehrfach an Haushalte verschickt oder Unternehmenskennzahlen falsch berechnet.

Der ICIQ voraus geht am 6. und 7. November eine deutsche Konferenz, auf der am HPI Industrievertreter neueste Produkte zur Säuberung von Daten präsentieren und Methoden zur Datenreinigung auf den Prüfstand stellen.

Kurzprofil Hasso Plattner-Institut

Das Hasso Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt gut 12 Professoren und über 50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.iciq2009.org
http://www.giqmc.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen
23.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht 14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik
22.05.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie