Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Tagung zur Baustoffanalyse

23.03.2011
Wie können umweltschonender Baustoffe hergestellt werden? Wie kann energieeffizienter gebaut werden?

Dieser Frage gehen über 100 Wissenschaftler und wissenschaftliche Vertreter aus der Industrie und Universitäten aus der ganzen Welt, unter anderem aus den USA, Brasilien, Südafrika und Jordanien, während eines Baustoffanalyse-Kongresses vom 28. bis 30. März an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nach.

Den Eröffnungsvortrag wird Dr. Hugo Rietveld, der Erfinder der Rietveld-Methode, unter dem Titel „Introduction to the Rietveld Method“ halten. Rietvield entwickelte als erster die Methode zur Quantifizierung mineralischer Substanzen.

Am Institut für Geowissenschaften und Geografie an der MLU wurde in der Arbeitsgruppe Mineralogie/Geochemie unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Pöllmann seit längerem an dieser Fragestellung gearbeitet. Im Rahmen verschiedener Diplomarbeiten und Dissertationen wurden erfolgreich Methoden entwickelt, die es erlauben, Rohstoffe, Erze, Baustoffe und technische Roh- und Endprodukte sowie Materialien aus dem Umweltbereich (Schlacken, Aschen) eindeutig zu charakterisieren. Die Weiterentwicklung der von Hugo Rietvield entwickelten röntgenographischen Methode führte sogar dazu, nichtkristalline Bestandteile mit zu erfassen.

So ist es heute möglich, computertomographisch das Gefüge von Roh- und Baustoffen mittels eines handelsüblichen Röntgenforschungsgerätes zu untersuchen. 15 neue Verbindungen und mineralische Stoffe werden dazu jährlich vom Lehrstuhl für Mineralogie/Geochemie der MLU an die internationale Kartei für Röntgendaten (ICDD) geliefert.

Forschungen, die zum tieferen Verständnis und zur Stabilität von Baustoffen, aber auch zur Ressourcenschonung und Verwendung von Sekundärrohstoffen führen, sind ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Tagung. So steht bei der Tagung nicht nur energieeffizientes Bauen sondern auch die umweltschonende Herstellung von Baustoffen, beispielsweise unter reduziertem CO2-Ausstoß, im Mittelpunkt dieser Tagung. Die Tagung findet nach 2009 zum zweiten Mal in Halle statt und ist die bedeutendste ihrer Art weltweit.

Aus der Bauwirtschaft nehmen Vertreter unter anderem folgender Baukonzerne teil: Lafarge, Dyckerhoff, Holcim, BASF, Ardex, Irish Cement und Saint Gobain.

Tagungsort ist das Institut für Geowissenschaften der MLU, Von-Seckendorff-Platz 3, 06120 Halle (Saale).

Weitere Informationen zur Tagung unter:
http://www.geologie.uni-halle.de/igw/mingeo/Tagungen.html
Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung:
Prof. Dr. Herbert Pöllmann
Institut für Geowissenschaften, Mineralogie/Geochemie
Telefon: 0345 55-26110
E-Mail: herbert.poellmann@geo.uni-halle.de

Ulf Walther | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de
http://www.geologie.uni-halle.de/igw/mingeo/Tagungen.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus
21.09.2017 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

nachricht 23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus
21.09.2017 | Hochschule Stralsund

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften