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Internationale Spitzenforscher tagen in Bonn

05.06.2013
6. Mildred Scheel Cancer Conference der Deutschen Krebshilfe

Von der Wirkstoffentwicklung bis zum Einsatz neuer Krebsmedikamente im klinischen Alltag – mit diesen Themen beschäftigen sich nationale und internationale Wissenschaftler auf der diesjährigen Mildred Scheel Cancer Conference der Deutschen Krebshilfe.

Zum sechsten Mal versammeln sich renommierte Krebsexperten aus dem In- und Ausland auf dem Petersberg bei Bonn, um über neue Forschungsergebnisse und Fortschritte der Krebsmedizin zu berichten und zu diskutieren. Der Kongress findet vom 5. bis 7. Juni 2013 statt.

„In den vergangenen Jahren hat die Krebsmedizin große Fortschritte gemacht“, erläutert Professor Dr. Reinhard Büttner, Mitglied des Fachausschusses ‘Forschung‘ der Deutschen Krebshilfe und des Organisationskomitees der Mildred Scheel Cancer Conference. „Das gewachsene Verständnis der molekularen Details einer Krebserkrankung hat dazu geführt, Tumoren immer wirkungsvoller und zielgerichteter bekämpfen zu können.“

Neben den drei klassischen Behandlungsverfahren gegen Krebs – der Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie – werden zunehmend auch immun- und gentherapeutische Ansätze erforscht. Im Fokus der Teilnehmer der Mildred Scheel Cancer Conference stehen unter anderem die sogenannten „Targeted Therapies“, die „gezielten Krebstherapien“. Bei diesem aktuellen Forschungsfeld geht es um Wirkstoffe, die ausschließlich Krebszellen angreifen sollen, gesunden Zellen des Körpers jedoch nicht schaden. Die bösartigen Zellen werden bekämpft, indem diese Wirkstoffe gezielt Wachstum, Nährstoffversorgung und die Kommunikationswege der Krebszellen stören.
Gleichzeitig erlauben verbesserte Untersuchungsverfahren eine immer genauere Diagnostik. So können Krebserkrankungen besser analysiert werden. Die meisten Krebsarten beruhen auf Veränderungen im Erbgut, die zudem von Patient zu Patient unterschiedlich ausgeprägt sind und dementsprechend für einen optimalen Therapieverlauf unterschiedliche Behandlungsformen erfordern. Neue Diagnoseverfahren sind ein weiteres zentrales Thema der Expertenrunden.

In weiteren Gesprächsrunden tauschen die Krebsforscher neueste Erkenntnisse zur Therapieresistenz von Krebszellen aus oder diskutieren darüber, wie klinische Studien optimiert werden können. Ein anderer wichtiger Schwerpunkt der Konferenz ist das Übertragen der gewonnenen Ergebnisse aus dem Labor in die klinische Praxis.

„Eine wichtige Voraussetzung für innovative Krebsmedizin ist der wissenschaftliche Austausch“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Die Mildred Scheel Cancer Conference bietet dafür den idealen Rahmen. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der Krebsforschung in Deutschland weiter zu steigern, um den Betroffenen die bestmöglichen Therapien zu Gute kommen zu lassen.“

Zudem will die Deutsche Krebshilfe auch den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern: Auch in diesem Jahr bekommen junge Wissenschaftler im Rahmen der Mildred Scheel Cancer Conference die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Form eines Posters vorzustellen und mit den eingeladenen Referenten zu diskutieren. Die drei besten Poster werden mit jeweils 1.000 Euro prämiert.

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Hintergrund-Information: Krebsforschung

Die Fortschritte in der Krebsforschung haben dazu beigetragen, neue und immer wirkungsvollere Therapien gegen Krebs zu entwickeln und bestehende Behandlungsansätze weiter zu optimieren. Diese Erfolge sind auch der Deutschen Krebshilfe zu verdanken – die gemeinnützige Organisation ist der bedeutendste private Förderer der Krebsforschung in Deutschland. Allein im Jahr 2012 investierte die Deutsche Krebshilfe rund 40 Millionen Euro in die onkologische Forschung. Bei der Forschungsförderung gilt es, im Sinne einer optimalen Patientenversorgung vielversprechende Ergebnisse aus der Forschung schnell und effizient in die klinische Prüfung und Anwendung zu bringen, um die Überlebenschancen und die Lebensqualität krebskranker Menschen stetig zu verbessern.

Christiana Tschoepe | Deutsche Krebshilfe e. V.
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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