Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale NTH-Tagung zur Überwachung von Bodenbewegungen

04.03.2011
Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hangrutschungen oder auch absinkendes Grundwasser können mitunter verheerende Folgen auslösen.

Mit dem Überwachen solcher Bodenbewegungen beschäftigen sich die Teilnehmer der internationalen Tagung „Geomonitoring“, die am 3. und 4. März in der Aula der TU Clausthal stattfindet. Ziel ist es, Georisiken und deren Auswirkungen zu reduzieren.

Die Konferenz, die auch eine Firmenausstellung beinhaltet, ist eine Veranstaltung der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH). Seit die TU Clausthal zu Beginn des Jahres den Sitz der Uni-Allianz übernommen hat, ist es das erste große NTH-Event im Oberharz mit rund 150 Teilnehmern aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Schweden und Kasachstan. In den kommenden Jahren sind weitere Tagungen zum Thema „Geomonitoring“ an den NTH-Universitäten in Braunschweig und danach in Hannover geplant. „Der Gedanke, im Verbund stärker zu sein, wird hier konkret umgesetzt“, so Professor Thomas Hanschke, Vorsitzender des NTH-Präsidiums und Präsident der TU Clausthal bei der Eröffnung.

Veränderungen der Erdoberfläche können natürliche Ursache haben. „Aber auch durch menschlich Eingriffe – beispielsweise durch Rohstoff- und Energiegewinnung, durch die Errichtung von Straßen oder von Großbauwerken wie einer Talsperre – werden Störungen im natürlichen Gleichgewicht der Erdkruste verursacht“, sagt Professor Wolfgang Busch. Der Wissenschaftler leitet das Clausthaler Institut für Geotechnik und Markscheidewesen, das die Tagung zusammen mit dem Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der TU Braunschweig sowie dem Institut für Photogrammetrie und Geoinformation der Leibniz Universität Hannover ausrichtet.

Um der komplexen Ausgangslage beim systematischen Überwachen von Bodenbewegungen gerecht zu werden, müssen Beobachtungsverfahren und Prozessmodelle verknüpft werden. Hierzu sind verschiedene Fachrichtungen erforderlich. Deshalb werden auf der interdisziplinär ausgerichten Tagung Messmethoden aus unterschiedlichen Geowissenschaften (Geodäsie, Geotechnik und Geophysik) und benachbarten Wissenschaften vorgestellt.

Zum Auftakt der ambitionierten Tagung, die unter dem Motto „Ein Paradigmenwechsel zur Beherrschung von Georisiken“ steht, gab es einen Überblicksbeitrag. Professor Hans-Joachim Kümpel, der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover, nannte aktuelle Zahlen und Einschätzungen. Daneben stehen Vorträge zur satelliten- und bodengestützten Radarfernerkundung, zur Anwendungen terrestrischer Sensornetze sowie über die Analyse des Verformungsverhaltens ausgewählter Orte (Böschungen und Hänge in Tagebaugebieten) auf dem Programm. Die Tagung versteht sich als Forum für Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung im Bereich der Geowissenschaften, des Bauingenieurwesens und der Energie- und Rohstoffindustrie.

Christian Ernst | Technische Universität Clausthal
Weitere Informationen:
http://www.geo-monitoring.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE