Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Netzwerke und Kommunikation auf allen Ebenen

15.10.2009
acqua alta: Fachleute diskutieren Voraussetzungen für erfolgreichen Katastrophenschutz
Internationaler Kongress mit Fachmesse für Klimafolgen und Hochwasserschutz
Vom 10. bis 12. November im CCH - Congress Center Hamburg
Katastrophenschutz beginnt nicht erst dann, wenn die Katastrophe eingetreten ist. Für einen erfolgreichen Hilfseinsatz ist es von entscheidender Bedeutung, dass bereits im Vorfeld entsprechende Maßnahmen ergriffen worden sind. Das setzt eine enge Vernetzung der verantwortlichen Institutionen und Organisationen wie zum Beispiel Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Hochschulen und Behörden voraus. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die acqua alta vom 10. bis 12. November im CCH – Congress Center Hamburg. Auf dem internationalen Kongress für Klimafolgen und Hochwasserschutz präsentieren Experten aus dem In- und Ausland aktuelle Forschungsansätze und auf der begleitenden Fachmesse stellen Unternehmen neue Produkte rund um den Katastrophenschutz vor.

Als Stadt an der tideoffenen Elbe ist die Hochwassergefahr für Hamburg vor allem durch Sturmfluten allgegenwärtig. Rund ein Drittel des Stadtgebietes gilt als überflutungsgefährdet. Holger Poser, Leiter des Referats Katastrophen- und Bevölkerungsschutz in der Behörde für Inneres, wird auf dem Kongress der acqua alta darlegen, wie sich die Hansestadt auf die permanente Bedrohung vorbereitet: „Die Schutzmaßnahmen reichen von Straßensperren über die Räumung des Hafens bis hin zur Evakuierung besonders gefährdeter Bereiche. Alle Aktionen werden vom Zentralen Katastrophendienststab der Behörde für Inneres koordiniert und auf die jeweils prognostizierten Wasserstände abgestimmt. Flankiert werden die Maßnahmen durch eine offensive Aufklärung der Bevölkerung und entsprechende Warnungen.“

Auf die so wichtige Kommunikation mit der Bevölkerung beim Katastrophenschutz wird explizit beim Round Table „Einsatzmanagement und Kommunikation“ eingegangen. Professor Walter Leal, Leiter des Forschungs- und Transferzentrums „Applications of Life Sciences“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, diskutiert mit Vertretern von Hilfsorganisationen über dieses zentrale Thema.

„Kommunikation, Kooperation, Koordination – das sind wichtige Schlüsselbegriffe bei der Gestaltung eines effektiven und beständigen Katastrophenschutzes auf nationaler und internationaler Ebene“, sagt Albrecht Broemme, Präsident des THW. Sie bilden das stabile Geflecht eines funktionierenden Netzwerks aus staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, auf das sich die Einsatzkräfte im Katastrophenfall verlassen. „Ein solches Netz muss bereits im Vorfeld geknüpft werden und nicht erst, wenn die Katastrophe eingetreten ist. Umso wichtiger ist eine Veranstaltung wie die acqua alta, weil sie eine internationale Plattform der Kommunikation und des Austausches bietet.“ Auf dem Kongress der acqua alta wird Broemme im Plenum „Bevölkerungsschutz“ über die Trinkwasserversorgung in Katastrophenlagen sprechen. „Wasser ist d a s Lebenselixier. Unsere hochqualifizierten Teams und eine moderne Ausstattung sichern im Einsatzfall das Überleben der Menschen vor Ort“, betont Broemme.

Wie man sich in der französischen Hauptstadt auf steigende Hochwasser der Seine einstellt und welche Folgen das in der Metropole hat, stellt der frühere Generalsekretär für Katastrophenschutz von Paris, Gérard Charguellon, dar. In dem internationalen Ansatz besteht für Reinhard Vogt, Geschäftsführer des Hochwasserkompetenzzentrums Köln, der besondere Stellenwert der acqua alta: „Katastrophen machen nicht vor Ländergrenzen Halt. Darum ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Katastrophenschutz-Management. Die acqua alta präsentiert sowohl den aktuellen Forschungsstand als auch neue Ansätze und Technologien.“ Als vielversprechendes Beispiel im Hochwasserschutz bezeichnet Vogt das Projekt NOAH, an dem sich Deutschland, Irland und die Niederlande beteiligen. NOAH verfolgt das Ziel, allen maßgeblichen Stellen die hochwasserrelevanten Informationen schnellstmöglich bereitzustellen, um Krisensituationen effizienter bewältigen zu können. Ein zentraler Baustein ist das digitale Hochwasserinformationssystem FLIWAS (FLut Informations- und WArnSystem), das sich auch an die breite Öffentlichkeit richtet.

Große Bedeutung misst Vogt, der auf dem Kongress der acqua alta das Plenum „Bevölkerungsschutz“ moderieren wird, der begleitenden Fachmesse bei: „Die Ausstellung bietet Katastrophenschutz zum Anfassen. Sie ist für jeden Praktiker die optimale Gelegenheit, um sich auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Und da tut sich einiges, der Sandsack ist schon lange tot. Gleichzeitig erlaubt die Fachmesse einen Vergleich der verschiedenen Verfahren und Systeme. Dadurch können die Einsatzmöglichkeiten im Ernstfall optimiert werden.“

Eine wirkungsvolle Alternative zum Sandsack stellt das Unternehmen European Flood Control (EFC) aus Bremen auf der Fachmesse der acqua alta vor. Die europäische Vertretung der International Flood Control, dem weltgrößten Hersteller von auffüllbaren und wieder verwertbaren Sandsackersatzsystemen, präsentiert den Mehrzweckschlauch „Tigerdam“. General Manager Thomas Tjaden erläutert das Prinzip: „Der ,Tigerdam‘ wird einfach mit Wasser gefüllt und kann schnell und flexibel eingesetzt werden. Im Vergleich zur Arbeit mit Sandsäcken wird der Personalaufwand erheblich reduziert.“ Ein weiterer Vorteil laut Tjaden: „Mit seiner widerstandsfähigen Hülle kann der Mehrzweckschlauch auch im Gefahrgutbereich eingesetzt werden.“ Seine Bewährungsprobe hat der „Tigerdam“ bei der Überschwemmung in New Orleans (USA) 2005 bestanden, wo er eingesetzt wurde.

Die acqua alta, 4. Internationaler Kongress mit Fachmesse, beschäftigt sich vom 10. bis 12. November 2009 im CCH – Congress Center Hamburg mit den Themen Klimafolgen, Hochwasserschutz, Katastrophenmanagement und Hydro-Energie. Allen beteiligten Organisationen, Forschungsinstituten, kommunalen Spitzenverbänden und Branchen bietet sie eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Bewältigung dieser globalen Gemeinschaftsaufgaben. Weitere Informationen zu Kongress und Messe finden sich im Internet unter www.acqua-alta.de

Redaktion: Gudrun Blickle, Tel.: 040/3569-2442, Fax: -2449, gudrun.blickle@hamburg-messe.de

Gudrun Blickle | pr-conceptart.de
Weitere Informationen:
http://www.acqua-alta.de
http://www.hamburg-messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen
27.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

nachricht Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs
27.04.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie