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Internationale Konferenz zum Thema Power Line Communication erstmals an der HRW in Bottrop

21.03.2016

Das ISPLC-Symposium ist die Flaggschiff-Konferenz für das Thema Power Line Communication. Das Ziel ist es, Wissenschaftler und Nutzer zusammenzubringen, um die Forschung in diesem Feld aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und voranzutreiben. Unter Powerline Communications versteht man die Übertragung von Daten über das Stromkabel. Dabei werden die stromführenden Kabel parallel zur Energieversorgung auch zur Datenübertragung genutzt.

“Wissenschaft lebt vom Austausch! Daher freue ich mich besonders, dass wir eine wichtige Konferenz wie die ISPLC in Bottrop ausrichten können“, sagt Prof. Dr. Gerd Bumiller. Bumiller ist Professor am Institut Informatik der Hochschule Ruhr West und hat die Konferenz organisiert.

Er erwartet vom 20. bis 23. März 2016 Akademiker und Wissenschaftler, Nutzer und Unternehmer aus Brasilien, China, Frankreich, Italien Japan, Kanada, Österreich, Niederlande, Schweiz, Spanien, Süd-Afrika, USA und Deutschland in Bottrop. Das IEEE „International Symposium on Power Line Communication“ (ISPLC) findet bereits zum 20. Mal statt.

An der Flaggschiff-Konferenz für dieses Thema nehmen laut Prof. Bumiller Unternehmen der Telekommunikationsbranche, Energie- und Wasserversorger, Regierungsbehörden sowie Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen teil. Mit der Devolo AG und der Power-Plus-Communications AG sind die beiden führenden Modem-Hersteller Deutschlands, mit der ITRON AG ist einer der weltgrößten Zählerhersteller und die Industrieverbünden PRIME Alliance und PLC-G3 Alliance sind jeweils sowohl mit einer Keynote als auch mit einer Ausstellung vertreten.

Insgesamt werden 41 vom Technischen Programm Komitee begutachtete wissenschaftliche Arbeiten präsentiert, welche alle im Anschluss neben dem Tagungsband auch auf IEEE Xplore veröffentlicht werden. Zusätzlich gibt es noch Sonderbeiträge zu Technologien der relevanten Standards mit Erfahrungsberichten der Energieversorger.

In vielen Ländern in Europa werden entweder schon Intelligente Stromzähler („Smart Meter“) installiert oder befinden sich die Energieversorger in der Vorbereitung. Gerade in den Ländern, welche Smart Meter im Gegensatz zu Deutschland flächendeckend einsetzen, ist die Datenübertragung über das Stromnetz das bevorzugte Kommunikationsmedium zwischen Zähler und Netzbetreiber.

Gleichzeitig verursachen neue energieeffiziente Verbraucher und dezentrale Erzeuger Störungen in der Kommunikation, was von den Verbänden bereits der Europäischen Kommission 2015 als Problem mitgeteilt wurde. Gerade auf der ISPLC 2016 werden nun Analysen und auch Lösungen für diese Problematik von verschiedenen Gruppen präsentiert. Somit kann diese Veranstaltung einen Meilenstein in der Entwicklung dieser Technologie darstellen.

Weitere Informationen finden sich unter: www.ieee-isplc.org 

Heike Lücking | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-ruhr-west.de

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