Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz zu Biomedizintechnik

07.10.2014

Konferenz zu Implantat- und Patientensicherheit sowie Datenschutz beginnt

Erstmals in Hannover trifft sich die internationale Forscherelite der Biomedizintechnik zu einer gemeinsamen Konferenz: Ab Mittwoch, 8. Oktober 2014, erwarten die Veranstalter mehr als 800 Teilnehmer zur Biomedizintechnik (BMT) 2014, die bis zum 10. Oktober 2014 im Hannoverschen Kongresszentrum HCC stattfindet.

Gastgeber sind die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit dem Sonderforschungsbereich 599 für Biomedizintechnik, die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) sowie der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE). Weitere Partner sind die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP), die Deutsche Gesellschaft für Biomaterialien (DGBM) und die Deutsche Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie (CURAC).

Rund eine Million Menschen erhalten allein in Deutschland jedes Jahr ein Implantat – künstliche Knie- oder Hüftgelenke, neue Linsen bei grauem Star, Zahnimplantate oder auch implantierbare Hörsysteme – und der Bedarf steigt im Zuge des demografischen Wandels. Damit verbunden ist auch ein erhöhter Bedarf in den Bereichen der Telemedizin und Assistenzsysteme für den Alltag, der Krankenhaus- und Operationstechnik und der Bildgebungen wie Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT).

„Implantate sind Organersatz und daher wichtige Elemente der Lebensverlängerung und der Lebensqualität“, sagt Professor Dr. Thomas Lenarz, Direktor der MHH-Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) sowie Vorsitzender der DGBMT und damit auch Gastgeber der BMT 2014. Damit betont er die Bedeutung des Bereichs Biomedizintechnik, der allein in Deutschland ein jährliches Umsatzvolumen von rund 23 Milliarden Euro verzeichnet – Tendenz steigend.

Wie aber sehen die aktuellen Bedingungen für die Grundlagenforschung sowie die Umsetzung in Verfahren und Produkte aus, um den betroffenen Patienten zu helfen? In der Regel braucht es kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups, die die Produkte auf den Markt bringen. Forscher wie Unternehmer benötigen Rahmenbedingungen, die Innovationen zulassen. Verbesserungsvorschläge für die Rahmenbedingungen sollen auf der Konferenz diskutiert werden.

In Hannover sind mit dem Verbundinstitut für AudioNeurotechnologie und Nanobiomaterialien (VIANNA), dem Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE), dem Clinical Research Center (CRC) sowie dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin wichtige strukturelle Elemente geschaffen worden. Genauso wichtig ist aber die wirtschaftliche Komponente.

Der Kongress diskutiert genau dies: Biomedizintechnische Implantate im Spannungsfeld zwischen Innovation, Patientensicherheit und regulativen Bestimmungen. Ein gesellschaftlich relevantes Thema wird zudem die Datensicherheit sein, die mit den wachsenden technischen Möglichkeiten zu beachten ist. Als Referent spricht dazu Dr. Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) in Kiel.

In den drei Tagen der BMT 2014 werden sich die Forscher mit diesen in Deutschland aktuellen Themen beschäftigen, aber auch die europäische Perspektive betrachten, wie sie etwa die European Medical Device Directive vorgibt, und die Positionen der Deutsche Akademie der Technikwissenschaft (ACATECH) und der European Alliance for Medical and Biological Engineering & Science (EAMBES) beleuchten.

Wir laden daher alle Pressevertreter zur Pressekonferenz ein

am Mittwoch, 8. Oktober 2014
um 15.00 Uhr
im Foyer Glashalle, Hannover Congress Centrums (HCC),
Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover.

Ihr Gesprächspartner ist:

Prof. Prof. h.c. Dr. Thomas Lenarz, Direktor der HNO-Klinik der MHH, Vorsitzender der DGBMT und Vorsitzender der BMT 2014

Ebenfalls am Mittwoch, 8. Oktober 2014:

18.15 Uhr: Eröffnungsansprache, Professor Lenarz, Direktor der HNO-Klinik der MHH, Vorsitzender der DGBMT und Vorsitzender der BMT 2014

18.25 Uhr: Grußworte des MHH-Präsidenten Professor Dr. Christopher Baum

18.35 Uhr: Grußworte des Niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies

18.50 Uhr: Vortrag „Vom Material zum Implantat“, Professor Dr. Heinz Haferkamp, Laserzentrum Hannover e.V.

19.20 Uhr: Vergabe des Klee-Preis des DGBMT durch Professor Dr. Olaf Dössel, Vorsitzender des Vergabekomitees

19.25: Uhr Vergabe des Preises für Patientensicherheit in der Medizintechnik durch Professor Dr. Uvo Hölscher, Vorsitzender des Vergabekomitees

19.30 Uhr: Get Together

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter www.bmt2014.de.

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Daniela Beyer, Öffentlichkeitsarbeit HNO-Klinik der MHH, (0176) 26 09 28 28 Regina Müller, Kongressbüro, (0171) 447 00 69

Stefan Zorn | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics