Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz an der Uni Osnabrück: MPDE’13 - Models in Population Dynamics and Ecology

15.08.2013
Vom 26. bis 29. August findet an der Universität Osnabrück die Konferenz MPDE‘ 13 statt.

Die internationalen Tagungen zu »Models in Population Dynamics and Ecology - MPDE« werden seit 2007 jährlich durchgeführt, in diesem Jahr erstmalig in Deutschland.

Das ist auch eine Würdigung der an einschlägigen deutschen Forschungsinstitutionen und insbesondere der von Prof. Dr. Horst Malchow und der Forschungsgruppe Theoretische Systemwissenschaft am Institut für Umweltsystemforschung der Universität geleisteten Arbeit. Insgesamt werden 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 39 Ländern von 6 Kontinenten erwartet.

Die Konferenz wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Europäischen Gesellschaft für Mathematische und Theoretische Biologie (ESMTB) sowie der US-amerikanischen Gesellschaft für Mathematische Biologie (SMB).

Ökosysteme und ihre Populationsdynamik sind ständig lokalen und globalen Veränderungen unterworfen. Die wachsende weltweite Vernetzung beschleunigt die Ausbreitung lokaler Veränderungen und erzeugt Effekte auf wesentlich größeren Raum- und Zeitskalen. Die Klimaänderung führt zu dramatischen Änderungen von Ökosystemen mit zum Teil zerstörerischen Auswirkungen auf menschliche, tierische und Pflanzenpopulationen. Der Verlust an Biodiversität, die ständige Konfrontation mit gebietsfremden biologischen Arten, Infektionskrankheiten und deren Ausbreitung, der Rückgang der Ressourcen usw. verursachen substanzielle

ökonomische und soziale Verluste und intensivieren interregionale Ungleichheiten und Widersprüche.

Wie solche Entwicklungen mathematisch und computergestützt modelliert werden können, ist Thema der Konferenz. »Die mathematische Modellierung ist eine leistungsfähige und manchmal die einzige ethisch vertretbare Methode, solche komplexen Prozesse zu analysieren, zu verstehen und schließlich in der Anwendung zu kontrollieren« erklärt Dr. Horst Malchow, Professor für Angewandte Systemwissenschaft an der Universität Osnabrück. »Daher spielt sie in vielen Umwelt- und ökologischen Untersuchungen eine ähnliche Rolle wie ein »echtes« Experiment in anderen Wissenschaften«. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe:

Großskalige Experimente mit Ökosystemen sind zum einen kostenintensiv, zum anderen aber auch potenziell gefährlich. Außerdem sind wiederholte Feldversuche nahezu sinnlos, weil die Anfangs- und Umweltbedingungen in der realen Natur nicht für jeden neuen Versuch reproduzierbar sind. Die Herausforderung wird noch größer durch den globalen Klimawandel und den andauernden noch wachsenden anthropogenen Druck auf die natürliche Umwelt.

Der Fokus der Tagung liegt auf der Erklärung der Dynamik von Ökosystemen auf allen Raum- und Zeitskalen mit mathematischen, computergestützten und interdisziplinären Methoden. Die Osnabrücker Veranstaltung wird sich auf die mathematischen Aspekte der Populations- und Ökosystemdynamik konzentrieren. Es werden neue Erkenntnisse zu Prozessen und Mechanismen erwartet, von der Mikroskala des individuellen Wachstums und evolutionärer Dynamik bis zur Makroskala der Wechselwirkungen und Ausbreitung von Populationen mit Anwendungen auf Metapopulationen, regionale Veränderungen und geographische Invasionen. Auf der Konferenz werden ebenfalls Analogien von traditionell in der Ökologie angewendeten Modelliertechniken zu denen in der Physik, Systembiologie und anderen Lebenswissenschaften herausgearbeitet werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Horst Malchow, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung, Fachbereich Mathematik/Informatik
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2499
E-Mail: mpde13@uni-osnabrueck.de

Dr. Oliver Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.usf.uos.de/mpde13
http://www.uni-osnabrueck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Erfolgsfaktor Digitalisierung
30.05.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Wissenschaftsforum Chemie 2017
30.05.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie