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Internationale Konferenz "Ethik und Nanotechnologie"

03.06.2009
Die Nanotechnologie dringt mit hoher Geschwindigkeit in viele Bereiche unseres Alltags vor. In der Medizin gibt sie Hoffnung auf neue Therapien, in der Materialforschung verpassen winzige Nano-Teilchen den Werkstoffen völlig neue Eigenschaften.

Doch wo sind die Risiken und Grenzen dieser Technologie? Darf man alles verwirklichen, was technisch möglich ist? Diesen Fragen stellen sich namhafte Wissenschaftler am 17. und 18. Juni auf der internationalen Konferenz "Size Matters 2009" in Saarbrücken.

Die Konferenz wurde unter anderem von den Saarbrücker Professoren Uwe Hartmann und Ulrich Nortmann sowie dem Netzwerk NanoBioNet organisiert. Die Experten der Tagung kommen aus Naturwissenschaft und Medizin sowie aus der Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaft.

Ethische Fragen wurden in den vergangenen Jahren vor allem diskutiert, wenn es um Stammzelltherapien, genmanipulierte Nahrung oder um die Nutzung der Kernkraft ging. Dabei ging es meist darum, ob und wie neue Technologien die Gesundheit und Umwelt bedrohen. Viele dieser ethischen Fragen und Antworten können auf die Nanotechnologie übertragen werden.

Die Wissenschaft der kleinsten Teilchen hat aber auch Besonderheiten, die die Ethiker vor ganz neue Herausforderungen stellen. Das liegt neben der rasanten technologischen Entwicklung der Nanopartikel, vor allem in neuen Materialien und medizinischen Anwendungen, auch an den neuen Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten der Nanotechnologie, die zum Beispiel militärisch genutzt werden könnten.

Dies wirft eine Reihe von allgemeinen und medizinischen Fragen auf, die auf dem Kongress in Saarbrücken diskutiert werden sollen: Sollen technische Möglichkeiten forciert werden, mit denen man direkten Zugang zum menschlichen Nervensystem erhält? Bis zu welchem Grad sind "technische" Verbesserungen des Menschen erstrebenswert? Welches Wissen haben wir darüber, ob und wie neuartige Nanopartikel in die Nahrungskette oder Umwelt gelangen können? Die Wissenschaftler wollen außerdem diskutieren, ob Erfahrungen aus früheren Diskussionen für die aktuelle Nanotechnologie-Debatte hilfreich sind.

Auf der Konferenz "Size Matters" in Saarbrücken werden Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Disziplinen den aktuellen Stand der Forschung präsentieren. Außerdem stellen sich die Wissenschaftler einer Diskussion mit der Öffentlichkeit. Darüber hinaus soll eine "Saarbrücker Erklärung" einen Leitfaden für die weitere Behandlung ethischer Fragestellungen im Bezug auf die Nanotechnologie liefern.

Fragen beanwortet:

Prof. Dr. Uwe Hartmann
Lehrstuhl für Experimentalphysik
(0681) 302-3799
u.hartmann@mx.uni-saarland.de

Friederike Meyer zu Tittingdorf | idw
Weitere Informationen:
http://www.sizematters2009.de

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