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Internationale Konferenz zum Englischunterricht

22.10.2010
Wie können Schüler dazu ermuntert werden, den Englisch-Unterricht aktiv mitzugestalten? Wie schaffen Lehrer Raum für kreatives, selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen – trotz verkürztem Abitur und standardisierten Prüfungen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Konferenz am 26. November, die die Fachdidaktik der Anglistik an der Universität Duisburg-Essen (UDE) unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Rüschoff gemeinsam mit der International Association of Teachers of English as a Foreign Language (IATEFL) veranstaltet.

Eingeladen sind Forscher, Dozenten und Studierende genau so wie Lehrer, Referendare und Studienseminarleiter, gemeinsam in englischer Sprache zum Thema „Involving Language Learners – Success Stories and Constraints“ zu diskutieren. Die Tagung findet im Glaspavillon auf dem Essener Campus statt.

Schüler und Lehrer stehen heute unter dem Druck, das auferlegte Pensum bis zu den jeweiligen Prüfungen durchzuarbeiten. „Dabei wäre Raum für kreatives Denken und Arbeiten mehr als wünschenswerter Luxus“, sagt Dr. Katja Heim aus der Anglistik-Fachdidaktik der UDE.

„Er ist eine Notwendigkeit, um effektives und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, das nicht nur auf reines Pauken beschränkt bleibt, sondern Relevanz für das ganze Leben hat.“ Wie dies erreicht werden kann, soll auf der Konferenz diskutiert werden. Insgesamt besteht der Veranstaltungstag aus drei Vorträgen im Plenum, einer großen Abschlussdiskussion sowie zwei längeren Workshop-Phasen, bei denen Teilnehmer aus je fünf verschiedenen Angeboten auswählen können.

Erfolgsbeispiel aus Dänemark

Einen der Vorträge wird die Englisch-Lehrerin Leni Dam aus Dänemark halten. Sie hat ihren Unterricht bereits in den 80er Jahren radikal verändert und konsequent auf das Ziel hingearbeitet, die Schüler möglichst autonom lernen zu lassen. Dies geschieht durch eine klare Struktur und durch eine effektive und engagierte Förderung zu selbstbestimmtem und motiviertem Lernern. Wie dies funktionieren kann, hat sie in den letzten 30 Jahren mit Lehrern sowie Forschern auf der ganzen Welt geteilt. Leni Dam bietet außerdem einen Workshop dazu an, wie man auch bei Nutzung eines Lehrwerks die Autonomie der Schüler fördern kann.

Einen weiteren Vortrag hält Prof. Dr. em. Lienhard Legenhausen (Universität Münster), der über die Idee und den Erfolg des autonomen Fremdsprachenlernens sprechen wird. Prof. Dr. Markus Ritter von der Ruhr Universität Bochum beschäftigt sich in seinen Ausführungen mit der „Teacher Autonomy“, übersetzt Lehrerautonomie. Dabei wird Ritter ganz dezidiert auf die schulischen Rahmenbedingungen in NRW eingehen und die Frage stellen, wie wichtig die Autonomie – oder auch Selbstständigkeit – von Lehrern dafür ist, um die Autonomie der Schüler fördern zu können. Bezug nehmend auf das aktuelle und auch das sich zurzeit in Planung befindliche Modell zur Lehrerbildung, wird er Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen sowie eigene Vorschläge für eine erfolgreiche Lehrerausbildung machen.

Wissenschaftliche und praktische Workshops

Die zehn Workshops der Konferenz sprechen die verschiedensten Zielgruppen an. Es sind eindeutig praktisch ausgerichtete Workshops im Angebot, in denen Grundschul- und Sekundarstufenlehrer Anregungen für ihren Unterricht bekommen und in denen sie sich mit sich erfahrenen Lehrern und Lehrerausbildern aus verschiedenen Ländern und Bundesländern austauschen können. Es gibt zudem Workshops, in denen junge Forscher ihre aktuellen Studien vorstellen und diskutieren, und es werden Workshops angeboten, in denen spezielle Themen, wie zum Beispiel das Potenzial des bilingualen Unterrichts, behandelt werden. Die Konferenz dauert von 9.30 bis etwa 18 Uhr. Interessierte können sich unter www.uni-due.de/lasig informieren und anmelden.

Weitere Informationen: Dr. Katja Heim, Institut für Anglophone Studien, Tel. 0201/183-2174

Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2430

Ulrike Bohnsack | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/lasig

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