Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Experten lernen vom menschlichen Gehirn

24.10.2011
Wie kann Computern das (Zu-)Hören beigebracht werden? Mit diesem Thema beschäftigen sich am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst 50 international renommierte Hörforscher, Neuro- und Computerwissenschaftler, um Fragen im Bereich „künstliches Hören“ zu erörtern.

Auf Einladung des Zentrums für Hörforschung der Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover soll die Tagung die Grundlagenforschung stärken, die zukünftig auch zur Verbesserung von Hörgeräten beiträgt.

Bisher gibt es keine Technik, die so gut wie das menschliche Gehör funktioniert, wenn es um das Verstehen von Sprache in Situationen mit Hintergrundgeräuschen geht. Deshalb schauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen auf das menschliche Gehirn um zu lernen, wie es akustische „Szenen“ entschlüsselt und die Informationen verschiedener Schallquellen herauszieht.

Dem Ohr „auf die Schliche zu kommen“ soll Computer in die Lage versetzen, die unnützen Störschall-Anteile zu erkennen und zu unterdrücken oder gar gesprochene Sprach-Signale auch unter Störschall sicher zu entschlüsseln. Erkenntnisse in diesem Bereich können z.B. zur Verbesserung mobiler Audiokommunikation sowie von Hörgeräten genutzt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Workshop zum künstlichen Hören („Computational Audition“) einen Nerv bei zahlreichen renommierten Forschern getroffen haben, die aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen“, sagt der Oldenburger Hörforscher PD Dr. Volker Hohmann. „Wir konnten hochkarätige Referenten aus der Hörforschung sowie den Neuro- und Computerwissenschaften aus den USA, England, Frankreich und den Niederlanden gewinnen.“

Die Tagung schafft dadurch Möglichkeiten für eine intensive Diskussion neuer Forschungserkenntnisse, von der alle beteiligten Disziplinen profitieren werden und die interessante neue Forschungsfragestellungen generiert, so Hohmann. Er leitet den Workshop, gemeinsam mit weiteren Oldenburger und Hannoveraner Wissenschaftlern.

Das gemeinsame Zentrum für Hörforschung der Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover sowie der Sonderforschungsbereich „Das aktive Gehör“ sind nicht ohne Grund Veranstalter der Tagung. Derzeit steht das Zentrum zusammen mit weiteren nationalen und internationalen Partnern, darunter dem Hanse-Wissenschaftskolleg, im Exzellenzclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit dem Antrag „Hearing4all“ gehört das Cluster zu den 27 Finalisten, die kürzlich einen Vollantrag einreichen durften.

Gefördert wird die Tagung durch den SFB „Das aktive Gehör“ und das HWK.

Die Tagungssprache ist Englisch

Heidi Müller-Henicz | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-w-k.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen