Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Experten diskutieren in Saarbrücken über die Lerntechnologien des 21. Jahrhunderts

10.09.2012
Ob als App, auf dem E-Book oder in der Cloud – neue Technologien haben das Lernverhalten in den letzten Jahren stark verändert.

In China und den USA nutzen zum Beispiel immer mehr Studenten Angebote wie Online-Vorlesungen. Der Vorteil: Sie können orts- und zeitunabhängig ihrem Studium nachgehen.

Um über die Fortschritte des elektronischen Lernens zu diskutieren, kommen vom 18. bis 21. September rund 200 Experten aus aller Welt auf dem Saarbrücker Campus (Gebäude B4 1) zur 7. European Conference on Technology Enhanced Learning zusammen.

Die Tagung steht unter dem Motto „21st Century Learning for 21st Century Skills“. Neben den Wissenschaftlern sind erstmals auch Experten aus Wirtschaft und Industrie dabei. Organisiert wird die Tagung an der Universität des Saarlandes vom Centre for e-Learning Technology (CeLTech).

„Immer mehr Menschen nutzen heutzutage neue Technologien und Web-Inhalte, um sich weiterzubilden oder zu studieren“, weiß Christoph Igel, Leiter des CeLTech, der den Kongress mit seinen Mitarbeitern organisiert. „Techniken, die Datenmengen verkleinern können, vereinfachen zum Beispiel die Handhabung dieser Angebote – vor allem, wenn es um die mobile Nutzung auf Smartphones geht.“

Studenten könnten so gleichzeitig den Dozenten und seine Folien im Internet verfolgen, ohne befürchten zu müssen, dass die Vorlesungsübertragung unterbrochen wird. Darüber hinaus, erläutert Igel, gibt es heute auch Technologien wie 3-D-Animationen, die das Lernen erleichtern sollen, oder intelligente Lernsysteme, die sich dem Studenten anpassen und seine Schwächen erkennen.

Wie das mobile Lernen derzeit in China aussieht, stellt Professor Ruimin Shen von der Jiao Tong Universität in Shanghai während der Tagung auf dem Saarbrücker Campus in seinem Vortrag vor. Hier wird er unter anderem zeigen, wie Vorlesungen aus dem Hörsaal ins Internet live übertragen werden und wie die Inhalte auch für den späteren Download bereitgestellt werden.

Der Kongress, der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan steht, ist die bedeutendste Konferenz zum E-Learning in Europa. Erstmals sind hierbei auch Experten aus Wirtschaft und Industrie eingeladen. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu schlagen“, erklärt Igel. Über neue Lernmöglichkeiten für die Industrie wird unter anderem Wolfgang Wahlster, Professor der Saar-Uni und Leiter des Deutschen Zentrums für Künstliche Intelligenz, referieren. Zahlreiche Firmen stellen auf der Konferenz zudem ihre Innovationen vor, zum Beispiel neue Anwendungen für das Smartphone oder digitale Whiteboards.

Darüber hinaus werden auch weitere renommierte Sprecher, wie etwa Professorin Mary Lou Maher von der University of Maryland (USA), Professor Richard Noss von der University of London und Marco Marsella von der Europäischen Kommission, auf der Tagung auf die aktuellen Entwicklungen des E-Learnings eingehen.

In Workshops, Tutorials und weiteren Vorträgen wird es unter anderem um soziale Netzwerke gehen und wie diese in Vorlesungen eingebunden werden können. Zudem stehen neue Lerntechniken für Lehrer auf dem Programm. Auch die Forscher von CeLTech werden auf dem Kongress einige Arbeiten präsentieren: Die adaptive Lernplattform Math-Bridge hilft zum Beispiel Schülern, ihre mathematischen Kenntnisse – angepasst an die individuellen Stärken und Schwächen – so zu verbessern, dass sie später an der Uni den Mathematik-Kursen problemlos folgen können. Außerdem stellen die Wissenschaftler von CeLTech ein Projekt vor, das sich mit der Rolle von Facebook bei der Bildung einer wissenschaftlichen Meinung beschäftigt.

Hintergrund:
CeLTech – das Centre for e-Learning Technology – ist ein Institut der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. CeLTech ist im Hinblick auf sein Profil – Innovationstechnologien für Bildungs-, Lehr-, Lern- und Prüfungsprozesse – in Deutschland eine einzigartige Institution.
Das Programm und weitere Informationen zur Tagung gibt es unter:
http://www.ec-tel.eu
Fragen beantworten:
Julia Mootz
Centre for e-Learning Technology
Tel.: 0681 85775 1063
E-Mail: julia.mootz@celtech.de
Britta Seidel
Centre for e-Learning Technology
Tel.: 0681 85775 1066
E-Mail: britta.seidel@celtech.de

Gerhild Sieber | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.ec-tel.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik