Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interkulturelle Unterschiede des menschlichen Verhaltens in Krisensituationen

16.07.2009
Vom 22. bis zum 24. Juli 2009 tagt das europäische Forschungskonsortium BeSeCu (Behaviour Security and Culture) an der Universität Greifswald. Zwanzig Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern analysieren erste Befunde einer Studie zu interkulturellen Unterschieden des menschlichen Verhaltens in Krisensituationen. Das Forschungsvorhaben wurde im Mai 2008 gestartet und läuft bis April 2011. Die Europäische Union fördert BeSeCu mit mehr als zwei Millionen Euro.

Die beteiligten Wissenschaftler untersuchen unter anderem, ob Menschen unterschiedlicher Kulturen verschieden auf Notfälle, in denen zum Beispiel Gebäude evakuiert werden müssen, reagieren.

In experimentellen Szenarien und Interviews mit Überlebenden von Krisensituationen wird wissenschaftlich analysiert, ob Menschen unterschiedlich lange warten, bis sie selbst die Flucht ergreifen. Ebenfalls wird analysiert, ob die Menschen in Terrorattacken, Großfeuern, Erdbeben und Flutkatastrophen unterschiedlich reagieren: Wird bewusst reagiert? Welche Menschen reagieren in Panik? Was wird in der Krisensituation wahrgenommen? Wie steht dies mit stärkeren gesundheitlichen Risiken in Zusammenhang?

Darüber hinaus soll in einer großen Feldstudie geprüft werden, ob sich das Verhalten von Menschen, die schwerwiegende Krisensituationen in Europa und weltweit erlebt haben (zum Beispiel die Terrorattentate von Madrid und London, Erdbeben in der Türkei und Italien, Großfeuer in europäischen Städten), unterscheidet in Hinblick auf Möglichkeiten, den Einsatz von Rettungskräften (medizinische Einsatzkräfte, Feuerwehr, Polizei) zu verbessern.

Ebenfalls sollen Optimierungspotenziale für industrielle Lösungen zur Evakuierung entwickelt werden. In Greifswald werden die Befunde der ersten Studienphase präsentiert und mit international anerkannten Analyseverfahren bewertet.

Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Silke Schmidt
Heinz-Nixdorf Lehrstuhl Gesundheit und Prävention
Institut für Psychologie
Robert-Blum-Straße 13, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-3800/-3810
silke.schmidt@uni-greifswald.de
Dipl.-Psych. Anna Grimm
Heinz-Nixdorf Lehrstuhl Gesundheit und Prävention
Institut für Psychologie
Telefon 03834 86-3806
anna.grimm@uni-greifwald.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.besecu.de/
http://www.sciencenet-mv.de/index.php/kb_1741/io_2300/io.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule
18.01.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

18.01.2017 | Physik Astronomie

Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

18.01.2017 | Architektur Bauwesen

Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern

18.01.2017 | Geowissenschaften