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Intelligente Computertechnik als Thema einer Tagung

27.03.2012
Wenn Kameras automatisch ein Verwackeln korrigieren, Autos an Kreuzungen miteinander kommunizieren und Waschmaschinen von alleine das passende Waschmittel in der nötigen Menge dosieren, dann ist immer intelligente Automatisierungstechnik am Werk. Um die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet geht es in einer hochkarätig besetzten Konferenz an der Universität Würzburg. Etliche Vorträge sind dabei öffentlich.

Es geht um eingebettete Regelungssysteme, um qualitative Computermethoden und um vernetzte Automatisierung: Vom 3. bis zum 5. April findet an der Universität Würzburg die Internationale Konferenz „Embedded Systems, Computational Intelligence and Telematics in Control“ statt.

Veranstalter ist die International Federation of Automatic Control IFAC – der Dachverband der Automatisierungstechniker; organisiert wird die Tagung vom Institut für Informatik der Universität Würzburg, insbesondere dem Lehrstuhl für Informatik VII – Robotik und Telematik.

„Sowohl in der Industrie als auch in vielen Gegenständen des täglichen Lebens kommen heute bereits in riesigem Umfang Regelungstechniken auf Mikrochips zum Einsatz, sogenannte eingebettete Regelungssysteme“, erklärt Professor Klaus Schilling (Informatik VII). Die Software, die auf diesen Chips gelagert ist, ermöglicht es beispielsweise den Geräten, auch vage Informationen zu verarbeiten.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Ein Beispiel dafür sind moderne Kameras mit eingebautem Bildstabilisator: „Die Kamera hat kein Modell programmiert, das ihr sagt, wie Sie verwackelt wird. Sie ist aber trotzdem in der Lage, das Zittern der Hand zu korrigieren“, erklärt Schilling.

Eine Stufe anspruchsvoller wird die Technik, wenn solche Chips miteinander kommunizieren und eine – in der Sprache der Informatiker – „verteilte intelligente Reaktion“ zeigen sollen. So könnten etwa Fahrzeuge, die sich aus unterschiedlichen Richtungen einer Kreuzung nähern, untereinander Informationen austauschen und dann beispielsweise ihre Fahrer warnen: „Achtung, von rechts kommt einer!“.

Ein Beispiel für Telematiksysteme bietet die Telemedizin. Klein, kompakt und somit für den Patienten gut tragbar sind heutzutage viele Geräte in der Lage, Körperfunktionen aufzunehmen, diese Daten an den Hausarzt zu schicken und im Notfall erste medizinische Hilfe zu leisten.

Mehr als 100 Teilnehmer werden auf der Tagung in Würzburg erwartet; Fachleute aus 17 Ländern werden in 70 Vorträgen über die neuesten Entwicklungen auf den jeweiligen Gebieten berichten. Etliche der englischsprachigen Vorträge sind für interessierte Gäste öffentlich; eine Anmeldung ist dafür ist allerdings nötig:

• “Smart Cars for Safe Driving”
Prof. Dr. Dariu Gavrila (Daimler AG),
Dienstag, 3. April, 9.15 Uhr
• “The Role of Communication in Industrial Control"
Stefan Svensson (ABB, Sweden),
Mittwoch, 4. April, 8.30 Uhr
• “Safety and Security in Industrial Environments”
Dr. Milos Svoboda (Siemens AG, München),
Donnerstag, 5. April, 8.30 Uhr
Ebenfalls öffentlich ist die prominent besetzte Podiumsdiskussion über „The Future of Computers in Automatic Control“. Sie findet statt am Mittwoch, 4. April, um 16.00 Uhr. Teilnehmer aus Industrie und Forschung sind:
• Prof. Dr. Heinz Gerhäuser (Direktor des Fraunhofer IIS, der Heimat des mp3-Standards)
• Dr.-Ing. Eberhard Kroth (Direktor der Reis Gruppe)
• Dr. Hans-Hermann Spohr (Direktor der Wittenstein Motion Control)
• Christoph Winterhalter (Direktor des ABB Forschungszentrums)
Die Veranstaltungen finden im Informatikgebäude der Universität Würzburg am Hubland statt. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der Tagung unter

http://www7.informatik.uni-wuerzburg.de/conferences/cescit2012

Kontakt

Prof. Dr. Klaus Schilling, T: (0931) 31-86647, schi@informatik.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de
http://www7.informatik.uni-wuerzburg.de/conferences/cescit2012

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